Im Sommer 2026 erweitert Amazon sein Zahlungsportfolio um die PayPal-Ratenzahlung. Kunden in Deutschland und Österreich können künftig ausgewählte Artikel über ein Ratenkreditmodell von PayPal finanzieren. Das Angebot erscheint schrittweise auf Amazon.de und in der mobilen App und richtet sich an Bestellwerte zwischen 30 € und 10.000 €.
PayPal-Ratenzahlung bei Amazon – Details und Konditionen
Der Ratenkredit wird mit einem effektiven Jahreszins von 11,49 % angeboten – zwar nicht das billigste Angebot, liegt jedoch unter dem durchschnittlichen Zins vieler Kreditkartenlimits. Die Laufzeiten reichen zunächst über drei, sechs, zwölf und 24 Monate; für Amazon-Kunden stehen zusätzlich Optionen mit 36 und 48 Monaten zur Verfügung. Die monatlichen Raten werden automatisch vom hinterlegten Bankkonto oder einer Debitkarte eingezogen. Nutzer erhalten Vorab-Hinweise per E-Mail und SMS und können den Tilgungsplan jederzeit über die PayPal-App oder das Web-Portal anpassen, Sondertilgungen oder eine vollständige Vorab-Rückzahlung sind ohne Aufpreis möglich.
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Kosten: Bei einer Finanzierung von 1.000 € über zwölf Monate beträgt die Gesamtsumme 1.059,94 €, also eine monatliche Rate von 88,33 €. Der feste Sollzinssatz liegt je nach Laufzeit zwischen 10,86 % und 10,91 %. Für ausgewählte Produkte kündigt PayPal zudem zinsfreie Finanzierungen von 0 % effektiv an – die genauen Artikel und Aktionszeiträume stehen noch aus.
November-Änderungen: 2-Euro-Gebühr, 0-%-Finanzierung und weitere Verbraucher-Neuheiten
Ab dem 1. November treten mehrere neue Regelungen in Kraft, die das Online-Shopping und den Versand beeinflussen. Für Sendungen aus Drittstaaten wird eine pauschale Bearbeitungsgebühr von 2 € pro Sendung erhoben. Kombiniert man diese Gebühr mit dem bereits im Juli eingeführten Zusatzzoll, können Pakete mindestens 5 € teurer werden. Der Versender trägt zunächst die Kosten, kann sie jedoch an den Endkunden weiterreichen.
Parallel hierzu bietet die Deutsche Bahn ein dauerhaftes Familienticket zum Pauschalpreis von 99,99 € für bis zu fünf Personen an – inklusive Sitzplatzreservierung im ICE. Das Angebot, ursprünglich auf die Sommerferien beschränkt, soll ab dem 1. November das Reiseverhalten von Familien nachhaltig unterstützen.
Strengere Bonitätsprüfungen und Phishing-Risiken ab 20. November
Ab dem 20. November müssen Anbieter von Buy-now-pay-later-Modellen wie PayPal und Klarna bei allen Ratenkrediten – selbst bei Beträgen unter 200 € – eine verbindliche Bonitätsprüfung durchführen. Ziel ist es, eine schnelle Akkumulation kleiner Kredite zu verhindern, die sonst zu einer Überschuldung führen könnten. Die Prüfung soll Daten aus der Zahlungshistorie des jeweiligen Shops sowie aus bestehenden Kredit- bzw. Finanzierungsbeziehungen nutzen.
Die Gesetzesänderung bringt jedoch ein neues Risiko mit sich: Die Umstellung des Bezahlvorgangs kann Phishing-Angreifern eine passende Maske bieten. Verbraucher werden deshalb aufgefordert, bei jedem Zahlungsvorgang besonders wachsam zu bleiben und verdächtige E-Mails oder Nachrichten sofort zu ignorieren. Die Kombination aus strengeren Kreditprüfungen und erhöhter Phishing-Gefahr macht den November zu einem entscheidenden Monat für alle, die flexible Zahlungsmodelle nutzen wollen.



