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24 September 2026

Stellantis erhöht Absatz, verliert jedoch Marktanteile in Westeuropa

August zeigt ersten Anstieg der Neuzulassungen seit Monaten – und beleuchtet Stellantis’ wechselnde Position im Markt.

Stellantis erhöht Absatz, verliert jedoch Marktanteile in Westeuropa

Der Automobilsektor in Westeuropa verzeichnete im August einen deutlichen Aufschwung. Insgesamt wurden 832.637 Fahrzeuge neu registriert, was einem Wachstum von 5,3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Zahlen stammen von der europäischen Herstellervereinigung ACEA und belegen, dass die Nachfrage nach Neuwagen nach den pandemiebedingten Turbulenzen wieder anzieht.

Gesamtentwicklung des Automobilmarktes in Westeuropa

Die Autoimmatrikulationen gelten als ein zentraler Indikator für die Gesundheit der Branche, weil sie unmittelbar die Kaufbereitschaft von Haushalten und Unternehmen widerspiegeln. Im Zeitraum von Januar bis August 2026 stieg die kumulierte Zahl auf 9.192.528 Einheiten, ein Zuwachs von 5,8 % zum Vorjahr. Immatrikulationen bedeuten dabei die offizielle Zulassung eines Fahrzeugs zum Straßenverkehr.

Die positiven Trends lassen sich auf mehrere Faktoren zurückführen: verbesserte Lieferketten, niedrigere Zinssätze und ein wachsendes Interesse an alternativen Antrieben. Dennoch bleibt das Jahreswachstum hinter den Erwartungen zurück, weil die Zahlen aus den ersten sieben Monaten des Jahres noch einen Rückgang von rund 12 % gegenüber aufweisen.

Stellantis: Mehr Fahrzeuge, aber geringerer Marktanteil

Innerhalb dieses Gesamtkontextes verzeichnete der Konzern Stellantis im August 109.823 Neuzulassungen in der Region, ein Zuwachs von 3,5 % gegenüber 2025. Damit steigerten sie das absolute Verkaufsvolumen, verloren jedoch relativ gesehen an Boden: Der Marktanteil sank von 13,4 % auf 13,2 %.

Betrachtet man die ersten acht Monate des Jahres, liegen die Stellantis-Zulassungen bei 1.360.488 Fahrzeugen, ein Plus von 4,7 % zum Vorjahr. Der kumulierte Marktanteil fiel leicht von 14,9 % auf 14,8 %. Diese Entwicklung bedeutet, dass der Gesamtmarkt schneller wächst als das Unternehmen selbst – andere Hersteller gewinnen also prozentual an Bedeutung.

Ursachen für die relative Schwäche

Die leichte Abnahme des Anteils lässt sich auf verschiedene Dynamiken zurückführen: starke Konkurrenz im SUV-Segment, insbesondere von Volkswagen, und ein intensiver Wettbewerb bei Elektro- und Hybridmodellen. Gleichzeitig musste Stellantis in einigen Kernmärkten mit rückläufigen Verkaufszahlen kämpfen, etwa beim Peugeot 3008 und den Jeep-Modellen.

Bedeutung der Zahlen für die europäische Automobilindustrie

Die aktuelle Lage verdeutlicht, dass die Branche insgesamt wieder an Schwung gewinnt, aber die Konkurrenz um die Kundschaft härter denn je ist. Ein Wachstum von 5,3 % in den Gesamtzulassungen zeigt, dass die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen nach den letzten Krisenjahren wieder steigt. Für Hersteller wie Stellantis bedeutet das jedoch, dass reine Mengensteigerungen nicht ausreichen, um die relative Position zu halten.

Die Zahlen unterstreichen zudem die wachsende Bedeutung von Segmenten wie SUV und Elektro-fahrzeugen. Während Volkswagen mit dem T-Roc und der ID.4 stark vorangeht, muss Stellantis seine Modellpalette weiter an die Kundenpräferenzen anpassen, um Marktanteile zurückzugewinnen.

Autor

Markus Weber