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25 September 2026

Aktienmärkte steigen am 25. September – Ölpreis sinkt bei Waffenruhe

Positive Kursentwicklungen in Europa treffen auf vorsichtigen Optimismus dank möglicher Entspannung im Persischen Golf.

Aktienmärkte steigen am 25. September – Ölpreis sinkt bei Waffenruhe

Der Handelstag am 25. September 2026 brachte den wichtigsten europäischen Börsen einen spürbaren Aufwärtstrend. Neben einer allgemeinen Verlagerung hin zu einem optimistischeren Marktklima spielten geopolitische Signale und Rohstoffbewegungen eine zentrale Rolle.

Marktüberblick am 25. September

Im Euro Stoxx 50 verzeichnete man einen Zuwachs von +0,5 % während der italienische Leitindex FTSE MIB mit +0,6 % mithielt. Auch der deutsche DAX und der spanische IBEX 35 stiegen um +0,6 % jeweils. Der französische CAC 40 war die Ausnahme und verlor leicht -0,04 %. Diese Kursbewegungen spiegeln ein breites Vertrauen in die Stabilität der europäischen Wirtschaft wider.

Im Anleihenmarkt fiel der Spread zwischen BTP und Bund weiter, während die Rendite des zehnjährigen italienischen Staatsanleihen bei 4,54 % lag. Dieser Rückgang des Spreads deutet auf ein sinkendes Risiko-Premium für italienische Schulden hin.

Im Devisenhandel setzte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar leicht nach oben, der Kurs stand bei 1,1398 USD/EUR. Im Gegenzug schwächte sich der US-Dollar gegenüber dem Yen ab, der Kurs lag bei 157,2 JPY/USD.

Die Rohstoffpreise zeigten gemischte Tendenzen. Der Brent-Ölpreis pendelte nahe der Marke von 106 USD pro Barrel, was auf die jüngsten Nachrichten über mögliche Entspannung im Streit um das Stretto di Hormuz zurückzuführen ist. Im Kontrast dazu stieg das Gold leicht und handelte um die 4.310 USD pro Unze. Die Kryptowährung Bitcoin zeigte eine kleine Korrektur und lag bei etwa 83.739 USD.

Geopolitische Entwicklungen und Wirtschaftsdaten

Der leichte Rückgang des Ölpreises wird stark von den Gerüchten um Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in New York beeinflusst. Die Gespräche zielen auf einen schrittweisen De-Escalations-Plan ab, der insbesondere die Wiedereröffnung des Stretto di Hormuz vorsieht – ein strategischer Engpass, durch den ein erheblicher Teil des globalen Erdöls transportiert wird. Eine mögliche Entspannung in dieser Region mindert das Risiko von Lieferunterbrechungen und lässt die Märkte nervöser werden.

Parallel dazu fand ein hochkarätiges Treffen in Washington zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump statt. Laut der staatlichen Presseagentur Xinhua forderte Xi eine klarere Haltung der USA gegenüber Taiwan und drängte darauf, die bisherige Formulierung „keine Unterstützung der Unabhängigkeit“ in eine explizite „Opposition“ umzuwandeln. Bislang blieben konkrete Ergebnisse aus, doch die Diskussionen könnten weitreichende Auswirkungen auf die geopolitische Stabilität haben.

Auf dem kontinentalen Wirtschafts-Radar lieferte das spanische Instituto Nacional de Estadística (INE) aktuelle Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt. Im zweiten Quartal wuchs das BIP um +0,7 % im Vergleich zum Vorquartal, während das Jahreswachstum bei 2,6 % lag – leicht nach unten korrigiert von zuvor geschätzten 2,7 %. Diese Zahlen unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der spanischen Wirtschaft trotz globaler Unsicherheiten.

Investoren bleiben jedoch wachsam, da weitere Entwicklungen – insbesondere im Hinblick auf den Streit um das Stretto di Hormuz und die Beziehungen zwischen den USA, China und Taiwan – das Marktumfeld schnell verändern können.

Autor

Markus Weber