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7 November 2026

Große Kapitalrunde: 835 Mio. € für Return, 11 Mrd. US$ für OpenAI

Return gewinnt 835 Mio. € für deutsche Speicher – OpenAI steckt 11 Mrd. US$ in neue KI‑Projekte.

Große Kapitalrunde: 835 Mio. € für Return, 11 Mrd. US$ für OpenAI

Im Zuge der wachsenden Nachfrage nach Energieflexibilität haben zwei Unternehmen in kurzer Zeit beachtliche Kapitalzuflüsse erhalten: Der Batteriespeicher-Betreiber Return hat von der Deutschen Bank und der Rabobank eine Portfoliofinanzierung von 835 Millionen Euro abgesichert, während das KI-Unternehmen OpenAI in einer ersten Tranche 11 Milliarden US-Dollar erhalten hat.

Beide Finanzierungsrunden markieren Meilensteine für ihre jeweiligen Branchen – im ersten Fall die Beschleunigung des Ausbaus von Batteriespeichern in Deutschland, im zweiten die Stärkung einer KI-Plattform mit enormem Rechenbedarf. Die folgenden Abschnitte erläutern die Details und die strategischen Implikationen.

Return: 835 Millionen Euro für den schnellen Ausbau von Batteriespeichern

Das Berliner Unternehmen hat sich ein Finanzierungspaket von 835 Millionen Euro gesichert, das von der Deutschen Bank sowie der niederländischen Rabobank bereitgestellt wird. Das Kapital dient dazu, bereits im Bau befindliche Projekte mit einer kombinierten Leistung von 117 Megawatt und einer Kapazität von 468 Megawattstunden zu vollenden und weitere Anlagen zu starten.

Ab 2027 plant Return, jährlich mindestens ein Gigawatt an neuer Batteriespeicherkapazität an das deutsche Stromnetz anzuschließen. Je nach Marktlage schätzt das Unternehmen die dafür nötigen Investitionen auf 750 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro pro Gigawatt. Derzeit laufen drei 4-Stunden-Speicher in Herzberg, Brilon und Quedlinburg, die als Vorreiter für das angestrebte Virtual Flexibility Portfolio (VFP) gelten.

Durch Partnerschaften mit Energieunternehmen wie Engie (400 Megawatt Flexibilität) und Centrica Energy (100 Megawatt) hat Return bereits signifikante Abnahmekapazitäten gesichert. Weitere Kooperationsverträge bestehen mit Vattenfall, Essent und Eneco in anderen europäischen Märkten, was das Geschäftsmodell robust gegenüber regionalen Schwankungen macht.

Innovatives Portfolio-Finanzierungsmodell: Mehrere Speicher in einem Topf

Im Unterschied zu herkömmlichen Projektfinanzierungen, bei denen jedes Bauvorhaben einzeln gesichert wird, bündelt Return mehrere Anlagen unter einer einzigen Finanzierungsstruktur. Dieses Portfolio-Konzept ermöglicht es, die Mittel simultan für verschiedene Standorte zu verwenden, wodurch Genehmigungs- und Due-Diligence-Prozesse deutlich verkürzt werden.

Der Ansatz wurde bereits erfolgreich in den Niederlanden implementiert und wird nun auf Deutschland übertragen. Durch die Bündelung können Investoren von Skaleneffekten profitieren und das Risiko einzelner Projekte wird durch die Gesamtheit des Portfolios diffundiert. Gleichzeitig erlaubt das Modell dem Unternehmen, flexibel auf Marktbedingungen zu reagieren und neue Speicherprojekte ohne erneuten Finanzierungsaufwand zu integrieren.

OpenAI: 11 Milliarden US-Dollar in einer Bewertung von 1,25 Billionen

Der KI-Pionier hat im November 2026 eine erste Tranche von 11 Milliarden US-Dollar erhalten, die das Unternehmen auf eine Unternehmensbewertung von 1,25 Billionen US-Dollar festsetzt. Die Runde wurde von SoftBank gemeinsam mit MGX, a16z, D. E. Shaw Ventures und weiteren Partnern geleitet. Beide Investoren waren bereits in früheren Finanzierungsrunden aktiv und bestätigen das anhaltende Vertrauen in OpenAIs Geschäftsmodell.

Obwohl das ursprüngliche Ziel bis zu 30 Milliarden US-Dollar betrug, markiert die aktuelle Beteiligung den ersten Schritt eines mehrstufigen Prozesses. OpenAI nutzt die Mittel, um seine Recheninfrastruktur weiter auszubauen, das Kundenportfolio zu erweitern und die Produktpalette – insbesondere bei ChatGPT und Enterprise-Lösungen – zu skalieren. Im März 2026 wurden bereits mehr als 900 Millionen wöchentliche aktive Nutzer und 50 Millionen zahlende Abonnenten gemeldet.

Das Unternehmen setzt auf ein heterogenes Netzwerk aus NVIDIA– und AMD-GPUs, AWS Trainium-Chips sowie einem hauseigenen OpenAI-Chip, der gemeinsam mit Broadcom entwickelt wurde. Cloud-Partner wie Microsoft Azure, Google Cloud und Oracle sichern die benötigte Bandbreite, während Rechenzentren in Zusammenarbeit mit Oracle und SoftBank weitere Kapazitäten bereitstellen.

Der Kapitalzufluss soll neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die laufenden Betriebskosten decken – OpenAI erwirtschaftete im vergangenen Jahr bereits rund 2 Milliarden US-Dollar Umsatz, wovon mehr als 40 % aus Unternehmenskunden stammten. Ziel ist es, bis Ende 2026 den Umsatzanteil von Unternehmens- und Privatkunden zu angleichen.

Beide Finanzierungsrunden verdeutlichen, dass große Kapitalaufnahmen heute unverzichtbar sind, um sowohl die Energiewende als auch die rasante Entwicklung im KI-Sektor zu unterstützen. Während Return seine Flexibilitätsdienste über ein neuartiges Portfolio-Modell skalieren will, nutzt OpenAI massive Investitionen, um die wachsende Nachfrage nach leistungsstarker KI-Rechenleistung zu befriedigen.

Autor

Markus Weber