Ein Paar in den Sechzigern mit einem Vermögen von etwa 1,5 Millionen Euro stellt sich die Frage, ob ein Testament oder eine Stiftung besser geeignet ist, um Konflikte unter ihren Erben zu vermeiden. Ihre aktuellen Vermögenswerte umfassen ihr Eigenheim, aber nicht Bankkonten, Fahrzeuge, persönliche Gegenstände, Renten und zukünftige Sozialversicherungsleistungen.
Bereits vorhanden sind ein Testament und Vollmachten, wobei ihre Tochter für finanzielle und gesundheitliche Entscheidungen benannt ist. Jährlich erhalten sie 120.000 Euro aus Renten und Sozialversicherungen, was ihnen ein komfortables Leben ermöglicht, ohne stark in ihre investierten Vermögenswerte einzutauchen.
Die aktuelle Vermögensplanung
Ein wichtiger Bestandteil ihres Plans ist die Aufteilung eines Thrift Savings Plan im Wert von 1 Million Euro zwischen dem Ehemann und ihren Kindern. Finanzexperten betrachten dies als großzügige und durchdachte Anordnung.
In einem Brief an den Kolumnisten Quentin Fottrell von MarketWatch fragten sie: „Habe ich etwas übersehen oder vernachlässigt? Oder sind wir ausreichend abgesichert? Gibt es einen Grund, eine Stiftung einzurichten?„
Die Antwort des Experten
Fottrells Antwort war klar: Eine Stiftung sei in ihrem Fall nicht notwendig, da sie ihr Vermögen bereits durch Benennungsverfügungen gut strukturiert hätten. „Sie haben alles sehr gut geregelt„, schrieb er und fügte hinzu, dass er mit Rückmeldungen von Lesern rechnet, die die finanziellen Sorgen des Paares infrage stellen könnten.
Fottrell erklärte, dass Paare in ersten Ehen ohne Kinder aus früheren Beziehungen in der Regel ihre Vermögenswerte zunächst dem anderen Partner hinterlassen, während die Kinder entweder nach dem Tod des zweiten Partners erben oder als sekundäre Begünstigte in Spar- und Versicherungsplänen aufgeführt sind.
Die Vorteile von Benennungsverfügungen
Diese Struktur umgeht die Notwendigkeit einer Stiftung in vielen einfachen Familiensituationen, da Vermögenswerte direkt an die benannten Begünstigten übertragen werden, ohne den Erbprozess durchlaufen zu müssen. Fottrell räumte ein, dass der Erbprozess langwierig, öffentlich und kostspielig sein kann, und zog seine persönlichen Erfahrungen als Verwalter des Nachlasses seiner verstorbenen Schwester heran.
Trotz dieser Erfahrungen fand er den Erbprozess weniger belastend, als es ohne ein Testament gewesen wäre, was die grundlegende Bedeutung eines Testaments unterstreicht. Die Situation des Paares veranschaulicht einen weiteren Punkt, den Erbrechtsexperten und Finanzberater häufig machen: Benennungsverfügungen in Renten- und Versicherungsplänen sind einige der mächtigsten Instrumente, um den Erbprozess vollständig zu umgehen.
Für viele mittelständische amerikanische Familien ohne komplizierte Familiensituationen kann eine gut gepflegte Kombination aus Benennungsverfügungen und aktualisierten Testamenten erreichen, was eine Stiftung beabsichtigt.



