Zum Inhalt springen
8 September 2026

Altersvorsorgedepot 2027: Vergleich der besten Angebote und Strategien

Ab 2027 können Deutsche mit dem neuen Altersvorsorgedepot staatlich gefördert sparen. Broker wie Smartbroker und Quirion bieten attraktive Konditionen und innovative ETFs.

Altersvorsorgedepot 2027: Vergleich der besten Angebote und Strategien

Ab dem 1. Januar 2027 steht Deutschen ein neues Instrument zur Altersvorsorge zur Verfügung: das Altersvorsorgedepot. Mit diesem können sie erstmals staatlich gefördert in Fonds und ETFs investieren. Viele Anbieter haben bereits ihre Konditionen veröffentlicht, die zeigen, dass ein Preiskampf um die besten Angebote entbrannt ist.

Besonders interessant ist das Standarddepot das zwei vorausgewählte Fonds umfasst – einen sicherheitsorientierten und einen chancenorientierten. Die Kosten sind auf ein Prozent pro Jahr gedeckelt, doch viele Anbieter unterbieten diese Grenze deutlich.

Smartbroker: Keine Depotgebühren und kostenlose ETFs

Smartbroker hat ein besonders attraktives Angebot vorgestellt. Kunden zahlen dauerhaft keine Depotgebühren. Zudem entfallen in den ersten drei Jahren die laufenden Kosten der ETFs. Danach können Kunden die Erstattung behalten, wenn sie mindestens 15 Trades pro Jahr in ihrem Hauptdepot vornehmen. Ansonsten liegen die laufenden Produktkosten überwiegend unter 0,15 Prozent pro Jahr.

Eine Besonderheit bei Smartbroker ist die Wahl zwischen drei verschiedenen Aktien-ETFs dem MSCI World dem MSCI All Country World (ACWI) und dem FTSE All-World. Alle ETFs stammen von großen und etablierten Anbietern.

Quirion und Vanguard: Günstige Indexfonds

Quirion hat sich mit dem US-Vermögensriesen Vanguard zusammengetan. Kunden können zwischen zwei Vanguard-Indexfonds wählen: dem globalen Aktien-ETF Vanguard FTSE Global All-Cap und dem währungsgesicherten Anleihen-ETF Vanguard Global Aggregate Bond EUR Hedged. Beide Fonds haben laufende Kosten von nur 0,07 beziehungsweise 0,08 Prozent pro Jahr. Quirion verzichtet auf Depotführungsgebühren und kritisiert die maximale Kostengrenze von einem Prozent als zu hoch.

Scalable Capital und andere Anbieter

Scalable Capital hat angekündigt, auf Konto- und Depotführungsgebühren zu verzichten. Die laufenden Kosten der ETFs sollen jedoch bis zu 0,15 Prozent pro Jahr betragen. Im ersten Jahr sind die Fonds für Sparer kostenfrei. Andere Institute wie die ING oder die Umweltbank haben noch keine detaillierten Konditionen veröffentlicht, könnten aber durch den Preiskampf unter Druck geraten.

Deka und Union Investment: Neue Vorsorge-ETFs

Die Deka eine Tochter der Sparkassen, will spezielle Produkte für das Altersvorsorgedepot vorstellen. Dazu gehört ein neuer globaler Aktien-ETF mit jährlichen Effektivkosten von 0,1 Prozent. Die Kosten auf Vertragsebene sollen unter 0,5 Prozent bleiben.

Union Investment, ein genossenschaftlicher Fondsanbieter, setzt bei seinem Standarddepot auf aktiv verwaltete ETFs. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem quantitativen Assetmanager Quoniam aufgelegt. Die genauen Kosten sind noch nicht bekannt, aber Union Investment peilt Gesamtkosten von 0,65 Prozent an.

Der Preiskampf um das Altersvorsorgedepot zeigt, dass Anbieter ihre Konditionen stark verbessern, um Kunden zu gewinnen. Für Sparer bedeutet dies eine Vielzahl von günstigen und attraktiven Angeboten, die die Altersvorsorge langfristig sichern können.

Autor

Anna Schmidt