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21 Juli 2026

Tech-Konzerne verschulden sich massiv für KI-Projekte

Die größten Tech-Konzerne der USA setzen alles auf KI – doch die Schuldenberge wachsen. Werden die Investitionen jemals rentabel sein?

Tech-Konzerne verschulden sich massiv für KI-Projekte

Die größten US-Technologiekonzerne stehen vor einer gewaltigen Herausforderung: Ihre massiven Investitionen in künstliche Intelligenz erfordern enorme Finanzmittel. Doch während die Ausgaben in die Höhe schießen, wachsen auch die Zweifel der Investoren an der Rentabilität dieser Strategie.

Unternehmen wie AmazonMicrosoftOracleAlphabet und Meta haben in den letzten Jahren Hunderte von Milliarden Dollar in den Aufbau von KI-Infrastrukturen und Rechenzentren investiert. Doch die Finanzierung dieser Projekte erfolgt zunehmend über Schulden, was die

Die Schuldenlawine rollt

Laut Schätzungen von Michael Bolliger Anlagechef Schweiz bei der UBS werden Unternehmen weltweit in diesem Jahr Anleihen und Darlehen im Volumen von rund 300 Milliarden Dollar ausgeben, um Ausgaben im KI-Bereich zu finanzieren. Im vergangenen Jahr waren es bereits etwa 200 Milliarden Dollar. Die Rating-Agentur Moody’s hat das Volumen an Investitionen, die in den kommenden fünf Jahren in Zusammenhang mit Rechenzentren fließen, auf mindestens 3000 Milliarden Dollar beziffert.

Die Konzerne benötigen diese Mittel, um ihre Cloud-Infrastrukturen auszubauen und die wachsende Nachfrage nach KI-Diensten zu bedienen. Doch die Finanzierung dieser Projekte erfolgt zunehmend über Schulden, was die Die Rating-Agentur S&P Global hat die Kreditwürdigkeit von Oracle gerade heruntergestuft, was die wachsenden Bedenken der Investoren widerspiegelt.

Investoren werden vorsichtig

Die Investoren zeigen sich zunehmend zurückhaltend. Eine Anleihen-Neuemission von Amazon am 7. Juli dieses Jahres hatte ein Volumen von 25 Milliarden Dollar, doch die Nachfrage war deutlich geringer als bei früheren Emissionen. Matthias Busuttil Leiter Portfolio-Management bei der Schweizer Anleihen-Boutique Fisch Asset Management führt dies auf eine gewisse Müdigkeit der Investoren zurück, die nach der Welle an KI-Anleihen in diesem Jahr vorsichtiger geworden sind.

Ein weiteres Zeichen für die wachsenden Zweifel ist, dass die Anleihen der Tech-Unternehmen im Durchschnitt höhere Renditen haben als die Bonds anderer amerikanischer Großfirmen mit vergleichbarem Rating. Dies deutet darauf hin, dass die Investoren ein höheres Risiko in diesen Investitionen sehen.

Die Zukunft der KI-Investitionen

Die entscheidende Frage lautet, ob sich die gigantischen KI-Investitionen der Technologiekonzerne jemals rechnen werden. Fabian Keller Senior Partner bei dem Zürcher Kredit-Research-Unternehmen Independent Credit View (I-CV) sieht Veränderungen. Die sogenannten Hyperscaler erhöhen ihre Kapitalausgaben massiv, was ihre

Die Finanzmärkte beschäftigen sich derzeit wieder vermehrt mit der Frage, ob nicht allenfalls zu viel Geld für KI-Investitionen ausgegeben wird. Im Zentrum steht die Frage, wie hoch die Produktivitätssteigerungen mit der künstlichen Intelligenz tatsächlich sein werden – und damit einher geht die Frage nach der Rentabilität dieser Investitionen.

Die Tech-Konzerne stehen vor einer gewaltigen Herausforderung: Sie müssen beweisen, dass ihre Investitionen in KI-Infrastrukturen und Rechenzentren langfristig rentabel sind. Doch die wachsenden Schuldenberge und die sinkende Kreditwürdigkeit einiger Unternehmen werfen Fragen auf, die nicht so leicht zu beantworten sind.

Autor

Markus Weber