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16 Juli 2026

Schufa speichert alte Kreditdaten: Datenschützer alarmiert

Die Schufa nutzt alte Kreditdaten für Tests und gibt die Ergebnisse an Unternehmen weiter. Verbraucher wissen nichts davon.

Schufa speichert alte Kreditdaten: Datenschützer alarmiert

Die Schufa speichert veraltete Daten von Verbrauchern deutlich länger als bisher bekannt. Diese sensiblen Informationen werden für Tests genutzt und an Unternehmen weitergegeben, ohne dass die Betroffenen informiert werden. Eine gemeinsame Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung hat diese Praxis aufgedeckt.

In einer sogenannten Schattendatenbank werden Informationen gespeichert, von denen Verbraucher annehmen könnten, dass sie längst gelöscht sind. Dazu gehören alte Kredite, Kreditkarten, Pfändungen und Privatinsolvenzen, die oft schon vor Jahren beglichen wurden. Die Schufa berechnet aus diesen Daten, wie gut neu entwickelte Scores funktionieren.

Schufa nutzt historische Daten für Tests

Die Schufa ist für viele Menschen von großer Bedeutung, da sie die Kreditwürdigkeit einzelner Verbraucher bewertet. Banken, Kreditvermittler, Onlinehändler und Energieversorger nutzen diesen Score, um die Wahrscheinlichkeit einzuschätzen, ob jemand seine Rechnungen zahlt. Die Wirtschaftsauskunftei verfügt über Daten von mehr als 68 Millionen Menschen.

Die zusätzliche Speicherung historischer Daten hält das Unternehmen für rechtens und beruft sich auf gesetzliche Vorschriften. Verbraucherschützer und Juristen sehen das jedoch anders. Sie kritisieren insbesondere die Weitergabe alter Scores an Firmenkunden, vor allem an Nicht-Banken wie Energieversorger oder Telekommunikationsanbieter. Auch bemängeln sie, dass die Kunden bisher gar nicht wissen, dass diese älteren Daten über sie gespeichert werden.

Datenschützer prüfen Speicherung

Mittlerweile befasst sich auch der Hessische Landesdatenschutzbeauftragte mit der Sache. Er klärt gerade in einem Hinweisverfahren, ob die Schufa Verbraucher über die Speicherung informieren muss. Datenschützer sind alarmiert und prüfen die Speicherung der veralteten Daten.

Die Schufa berechnet aus diesen Daten unter anderem, wie gut neu entwickelte Scores funktionieren. Die Schufa ist für viele Menschen so wichtig, weil sie die Kreditwürdigkeit einzelner Verbraucher anhand von gesammelten Daten bewertet. Auf dieser Grundlage können Unternehmen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, ob jemand seine Rechnungen zahlt. Banken, Kreditvermittler, Onlinehändler oder beispielsweise auch Energieversorger nutzen diesen Score. Die Wirtschaftsauskunftei verfügt über Daten von mehr als 68 Millionen Menschen.

Die zusätzliche Speicherung historischer Daten hält das Unternehmen für rechtens und beruft sich auf gesetzliche Vorschriften. Das sähen Verbraucherschützer und Juristen anders: Mehrere Experten hätten im Gespräch mit den beiden Medien an gesetzliche Löschfristen und den in der Datenschutz-Grundverordnung verankerten Grundsatz der Datensparsamkeit erinnert.

Sie kritisieren den Angaben nach insbesondere die Weitergabe alter Scores an Firmenkunden, vor allem an Nicht-Banken wie Energieversorger oder Telekommunikationsanbieter. Auch bemängeln die Experten, dass die Kunden bisher gar nicht wissen, dass diese älteren Daten über sie gespeichert werden.

Mittlerweile befasst sich laut Bericht auch der Hessische Landesdatenschutzbeauftragte mit der Sache. Er klärt gerade in einem Hinweisverfahren, ob die Schufa Verbraucher über die Speicherung informieren muss.

Autor

Jonas Becker