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4 November 2026

Euro-Stoxx 50 und FTSE MIB nach US-Midterms stark im Plus

Am 4. November 2026 stiegen die wichtigsten EU‑Indizes dank starker Banken und günstiger US‑Midterm‑Auswirkungen deutlich.

Euro-Stoxx 50 und FTSE MIB nach US-Midterms stark im Plus

Der Handelstag am 4. November 2026 entwickelte sich in Europa zu einem klaren Aufwärtstrend. Euro Stoxx 50 und FTSE MIB schlossen mit jeweils +2,2 % im Plus, während weitere Schlüsselindizes wie DAX (+2,3 %), Ibex 35 (+3 %) und CAC 40 (+2 %) ähnliche Gewinne verzeichneten. Der Aufschwung wurde maßgeblich vom Bankensektor getragen, dessen Kaufkraft nach den positiven Zwischenergebnissen der US-Midterm-Wahlen deutlich zunahm.

Banken als Motor des europäischen Aufschwungs

In Mailand dominierten besonders UniCredit, Intesa Sanpaolo und Monte dei Paschi di Siena die Kursentwicklung. Der gesamte Finanzsektor profitierte von einem Rückgang der Risikowahrnehmung, da die Vorab-Ergebnisse der US-Wahl den Demokraten einen klaren Sieg beschernten. Der Präsident Donald Trump musste das Ergebnis anerkennen, was die politischen Unsicherheiten in den USA deutlich minderte und damit das Vertrauen der Anleger in den europäischen Bankensektor stärkte.

Festverzinsliche Märkte und Währungsbewegungen

Im Anleihenbereich setzte sich der Abwärtstrend des Spread BTP/Bund fort und erreichte Werte um 107 Basispunkte, wobei die zehnjährige italienische Anleihe bei +4,34 % notierte. Auf dem Devisenmarkt stieg der EUR/USD-Kurs auf 1,1222, während der USD/JPY bei 158 absank. Diese Bewegungen spiegeln die breitere Risikobereitschaft wider, die durch die stabilen US-Erwartungen und das nachlassende geopolitische Druckniveau begünstigt wird.

Rohstoffe, Edelmetalle und digitale Währungen

Der Ölpreis für Brent fiel auf etwa 98 US-$ pro Barrel, ein Spiegelbild der Hoffnungen auf ein Ende des Konflikts im Nahen Osten. Gleichzeitig kletterte das Gold wieder über die 4.054 US-$-Marke pro Feinunze, was Investoren als Sicherheit in unsicheren Zeiten nutzten. Auch die Kryptowährungen zeigten sich robust: Bitcoin erreichte 80.640 US-$, was auf ein erneutes Interesse institutioneller Anleger hindeutet.

US-Immobilienmarkt und geopolitische Hintergrundgeräusche

Die Mortgage Bankers Association meldete für die Woche bis zum 30. Oktober einen Rückgang der Hypothekenanträge um 1,2 %, während die Refinanzierungsnachfrage leicht um 0,1 % stieg. Diese Zahlen deuten auf eine kurzfristige Abschwächung der US-Immobiliennachfrage hin, liegen jedoch im Kontext einer insgesamt stabilen Wirtschaft. Parallel dazu sorgten Gerüchte um ein mögliches trilaterales Treffen von Donald Trump, Wladimir Putin und Xi Jinping, ausgelöst durch Äußerungen des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow, für zusätzliche Marktvolatilität, die jedoch bislang nicht zu größeren Kursverlusten führte.

Autor

Anna Schmidt