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29 September 2026

Tagesgeld bei Openbank: 4 % Neubonus – warum das nach Chase sinnvoll ist

Openbank lockt mit 4 % Zinsen für Neukunden – ein Blick darauf, ob das nach Ablauf des Chase‑Aktionszinses die bessere Wahl ist.

Tagesgeld bei Openbank: 4 % Neubonus – warum das nach Chase sinnvoll ist

Seit Mai 2026 halte ich einen Teil meiner Liquiditätsreserve bei Chase. Dort gilt ein Aktionszins von 4 % p.a., der jedoch nur bis zum 8. Oktober 2026 läuft. Anschließend reduziert sich die Verzinsung auf den variablen Basiszins von 2 % p.a. Dieser Zeitpunkt fällt exakt in die Phase, in der ich nach einer alternativen Tagesgeldlösung suche, weil das Geld für bevorstehende Immobilieninvestitionen kurzfristig verfügbar bleiben muss.

Der Auslauf des Chase-Aktionszinses

Mein persönlicher Vertrag bei Chase sieht vor, dass ich bis zum genannten Enddatum weiterhin 4 % Zinsen erhalte. Danach greift der aktuelle Basiszinssatz von 2 % p.a., der zwar nicht schlecht ist, aber im Vergleich zu anderen Neukundenangeboten weniger attraktiv wirkt. Da ich das Geld nicht langfristig anlegen, sondern nur parkieren will, spielt die Höhe des Zinssatzes für die nächsten vier Monate eine wesentliche Rolle.

Der variable Basiszins kann zudem jederzeit angepasst werden, während der Aktionszins von 4 % fest für den definierten Zeitraum zugesichert ist. Für meine Planung bedeutet das, dass ich ein neues Angebot prüfen sollte, das einen ähnlichen oder höheren Zinssatz für einen vergleichbaren Zeitraum bietet.

Openbank startet neues Tagesgeld-Sonderangebot

Am 29. September 2026 hat die Openbank Deutschland AG ein Neukunden-Tagesgeldkonto mit einem Aktionszins von 4 % p.a. eingeführt. Der Sonderzins gilt für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung und ist auf Einlagen bis zu 100.000 € beschränkt. Nach Ablauf dieser Frist wird auf den variablen Basiszins von derzeit 2 % p.a. umgestellt – genau wie bei Chase.

Weitere Bedingungen lauten: In den zwölf Monaten vor Eröffnung darf kein Tagesgeldkonto bei der Openbank Deutschland AG bestanden haben. Beträge über 100.000 € erhalten bereits während der Aktionsphase den regulären Basiszins. Die Einlagen sind durch die deutsche gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Kunde geschützt.

Die Openbank ist Teil der ehemaligen Santander Consumer Bank AG die seit dem 28. September unter dem Namen Openbank Deutschland AG firmiert. Bestehende Verträge bleiben unverändert, lediglich das neue Tagesgeld-Produkt richtet sich an Neukunden, die die Bedingungen erfüllen.

Entscheidungsfindung: Chase vs. Openbank

Um die beiden Optionen zu vergleichen, betrachte ich hauptsächlich drei Faktoren: Zinssatz, Laufzeit des Sonderzinses und Aufwand für den Kontowechsel. Bei einem Betrag von 20.000 € ergeben sich über vier Monate etwa 133 € zusätzlicher Bruttozins, bei 50.000 € rund 333 € und bei 100.000 € etwa 667 € – im Vergleich zum 2-Prozent-Zins. Diese Unterschiede können bei größeren Reserven schnell relevant werden.

Der zeitliche Aspekt ist jedoch entscheidend: Wäre mein Openbank-Konto bereits am 29. September eröffnet, würde der viermonatige Sonderzins gleichzeitig mit dem Chase-Aktionszins laufen und sich überschneiden. Das würde bedeuten, dass ich bereits einige Tage des Openbank-Zinses verliere, weil das Geld noch bei Chase liegt. Deshalb plane ich, das Openbank-Konto erst kurz vor dem 8. Oktober zu eröffnen, sodass beide Aktionszeiträume nahezu nahtlos aufeinander folgen.

Ein weiterer Aspekt ist der administrative Aufwand. Das Eröffnen eines neuen Tagesgeldkontos per Affiliate-Link verursacht für mich keine zusätzlichen Kosten, doch ich muss sicherstellen, dass alle Voraussetzungen (keine bestehende Openbank-Einlage im Vorjahr) erfüllt sind. Sobald die Konditionen am Tag vor dem Chase-Ablauf geprüft sind, wird ich entscheiden, ob ein Wechsel sinnvoll ist.

a. zu parken – solange die Bedingungen unverändert bleiben.

Autor

Jonas Becker