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25 Juni 2026

Sanierung und Neubau: Berlins Bäder erhalten 600 Millionen Euro für Modernisierung

Berlin startet ein ehrgeiziges Programm zur Modernisierung seiner Bäderinfrastruktur. Mit 600 Millionen Euro werden bis 2030 zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter die Sanierung des Stadtbad Schöneberg und der Neubau eines großen Badstandorts in Charlottenburg.

Sanierung und Neubau: Berlins Bäder erhalten 600 Millionen Euro für Modernisierung

Berlin setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft seiner Bäderlandschaft. Bis zum Jahr 2030 fließen 600 millionen euro in die Grundsanierung, Modernisierung und den Neubau von Hallen- und Sommerbädern. Diese Investitionsoffensive soll nicht nur die Bäderinfrastruktur der Hauptstadt auf Vordermann bringen, sondern auch die Gesundheit und Lebensqualität der Bürger fördern.

Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) betonte die Dringlichkeit der Maßnahmen: „Über viele Jahre hat sich ein Sanierungsstau aufgebaut, den wir nun konsequent angehen.“ Die 67 Bäder in Berlin spielen eine zentrale Rolle für die Bevölkerung indem sie Sportangebote fördern und Gesundheitsförderung betreiben.

Schlüsselprojekte und Zeitplan

Ein zentrales Projekt ist die Teilsanierung des Stadtbad Schöneberg die nach mehr als zwei Jahren abgeschlossen wurde. Die Kosten beliefen sich auf rund 14 Millionen Euro. Ab dem 26. August 2026 steht das Bad wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung und bietet bereits in den Ferien Schwimmkurse für Kinder an.

Weitere wichtige Sanierungen sind in Planung. So wird das Paracelsus-Bad in Reinickendorf nach rund acht Jahren Bauzeit im kommenden Jahr wiedereröffnet. Ein Jahr später folgt das Wellenbad am Spreewaldplatz in Kreuzberg das seit 2026 grundsaniert wird.

Neue Standorte und innovative Konzepte

In Charlottenburg entsteht ein neuer, großer Badstandort. Die Alte Halle wird mit der benachbarten, seit Jahren geschlossenen Neuen Halle verschmolzen. Ab 2028 werden ein gemeinsamer Eingang, neue Umkleiden, eine Saunalandschaft und ein Kinderbereich gebaut. Die Kosten für dieses Projekt betragen rund 40 Millionen Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energieeffizienz. Alle Sommerbäder sollen ab dem kommenden Jahr nach und nach Beckenabdeckungen erhalten. Diese Maßnahme kann den Wärmeverlust um bis zu 30 Prozent reduzieren.

Zukunftsorientierte Entwicklungen

Im Stadtbad Tiergarten wird derzeit ein neues 25-Meter-Außenbecken sowie eine Kinderplansche gebaut. Die Fertigstellung ist für den kommenden Sommer geplant. Im Kombibad Mariendorf das seit 2026 nach einem Brand geschlossen ist, soll bis Jahresende die Sanierung des Innen- und Außenbereichs beginnen.

Die Schwimmhalle Holzmarktstraße wird neu gebaut, in einem Gebäudekomplex mit Studentenwohnungen und Gewerbe. Auch hier ist der geplante Baubeginn in diesem Jahr.

Diese Investitionen sind Teil des Klimapakts des Landes Berlin aus dem insgesamt 204 Millionen Euro für die Bäderbetriebe bereitgestellt werden. Die Maßnahmen sollen nicht nur die Bäderinfrastruktur verbessern, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Autor

Markus Weber