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16 September 2026

Robo Flow 6 % Rendite – Updates zu Esketit, Stock.estate & LANDE

Robo Flow bringt 6 % feste Rendite – Esketit, Stock.estate, InRento und LANDE zeigen neue Zahlen und Produkte im P2P‑Kredit‑Markt.

Robo Flow 6 % Rendite – Updates zu Esketit, Stock.estate & LANDE

Der P2P-Kredit-Sektor bleibt im August dynamisch. Mehrere Plattformen haben neue Produkte eingeführt, Kreditvolumen gesteigert oder ihre Zinsmodelle angepasst. Gleichzeitig geben aktuelle Performance-Reports Einblick in Ausfallraten und Renditen. Im Folgenden werden die wichtigsten Entwicklungen von fünf Marktakteuren

Robo Flow – automatisiertes Investment mit 6 % fester Rendite

Robocash hat Robo Flow als dritte Option innerhalb der Investieren-Funktion gestartet. Das Produkt verspricht eine feste Rendite von 6 % pro Jahr und besticht durch maximale Flexibilität: Es gibt keinen Mindestbetrag und keine Sperrfrist. Eingezahltes Kapital wird automatisch auf verfügbare Kredite der Robocash-Gruppe verteilt, sodass Anleger nicht selbst auswählen müssen. Zinsen werden wöchentlich berechnet, Auszahlungen und Reinvestitionen erfolgen jedoch erst alle 30 Tage nach dem ersten Kauf. Ein eigens eingerichteter Sekundärmarkt ermöglicht den Verkauf von Forderungen ab dem ersten Tag, wobei der Verkauf nur bei Vorhandensein eines Käufers realisiert wird. Die 100-Prozent-Rückkaufgarantie nach 30 Tagen Verzug sowie die Gruppengarantie der Kreditgeber schützen das Investment. Kosten fallen nicht an, und das Loyalty-Programm kann die Rendite theoretisch auf bis zu 6,8 % erhöhen.

Esketit steigert Kreditvolumen, Zinsen fallen

Im August schloss die P2P-Plattform Esketit mit einem Kreditvolumen von 12 Millionen Euro ab – das höchste Niveau seit Juni 2025. Der bisherige Rekord lag bei 27 Millionen Euro im Juli . Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens muss Esketit jedoch mit sinkenden Zinsen rechnen: Während vor wenigen Wochen noch Kredite mit 14 % Zins angeboten wurden, liegt das aktuelle Maximum bei 10 %. Der Rückgang spiegelt die vermehrte Konkurrenz um liquide Produkte wider, während das Unternehmen gleichzeitig das Irland-Portfolio weiter ausbaut.

Stock.estate etabliert Progressive Interest

Die regulierte Immobilienplattform Stock.estate hat ihr Zinsmodell grundlegend umgebaut. Das bisherige Cashback-System wurde durch Progressive Interest ersetzt und die monatliche Verwaltungsgebühr von 0,2 % entfällt. Die jährliche Rendite ist jetzt direkt an die investierte Summe gekoppelt: Ab 250 Euro beträgt sie 10,25 %, bei Einlagen ab 100.000 Euro steigt sie auf bis zu 16 %. Zusätzlich gibt es ein Loyalty-Programm, das auf dem aktiv investierten Kapital basiert. Jeder Level erhöht den Einstiegssatz zusätzlich zur jeweiligen Progressive-Interest-Schwelle. Beispiel: Eine Investition von 1.000 Euro erzielt je nach Level zwischen 11 % und 15,17 %. Ab einer Investition von 100.000 Euro laufen alle Level wieder bei 16 % zusammen.

InRento überschreitet 124 Millionen Euro Finanzierungsvolumen

Im Sommer 2026 hat InRento die Marke von 100 Millionen Euro überschritten und lag Ende August bereits bei 124 Millionen Euro. Der Juli war mit über 10 Millionen Euro Zuzug der stärkste Monat in der Plattformgeschichte. Die Ausfallrate bleibt seit unverändert bei 0 %, während die durchschnittliche Rendite für Anleger bei 11,59 % liegt. Rund die Hälfte des Sommer-Volumens floss in polnische Projekte; gleichzeitig startete InRento erstmals in Finnland mit dem Projekt Noa Villas, das allein 5 Millionen Euro einbrachte. Der Rest des Kapitals wurde in Rumänien, Litauen und Italien investiert.

LANDE: August-Report zu Agrarkrediten

Die Agrar-Finanzplattform LANDE hat im August 1,7 Millionen Euro an Landwirte in vier Märkten ausgezahlt, aufgeteilt auf 63 Projekte. Der durchschnittliche Zinssatz für Anleger lag bei 10,80 % exklusive Bonus-Möglichkeiten. Kredite, die durch Vieh oder Ernte gesichert sind, zeigen die höchsten Zahlungsverzugsraten über 90 Tage. Länderspezifische Details: In Lettland halfen erste Ernteerlöse bereits bei Rückzahlungen, in Litauen führte die Haupternte zu niedriger Finanzierungsnachfrage, jedoch stiegen die Getreidepreise zum Monatsende. In Rumänien blockierte ein Problem bei der Katasterbehörde ANCPI die Finanzierung immobilienbesicherter Kredite, das Geschäft normalisierte sich jedoch ab Mitte August. In Polen verlief der Monat saisonal ruhig, da Landwirte sich auf die Ernte und die Vorbereitung der nächsten Saison konzentrierten.

Autor

Anna Schmidt