Zum Inhalt springen
15 September 2026

Börsen in Europa: Wie Geopolitik und Energiepreise die Investoren verunsichern

Die europäischen Börsen zeigen sich vorsichtig angesichts geopolitischer Spannungen und steigender Energiepreise. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen.

Börsen in Europa: Wie Geopolitik und Energiepreise die Investoren verunsichern

Die europäischen Finanzmärkte haben am 15. September 2026 eine vorsichtige Sitzung abgeschlossen, geprägt von geopolitischen Sorgen und steigenden Energiepreisen. Besonders die Spannungen im Nahen Osten haben die Preise für Rohöl in die Höhe getrieben und die Inflationsängste neu entfacht. In diesem Umfeld richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Treffen der Federal Reserve von dem sie sich weitere Zinserhöhungen und Klarheit über die zukünftige Geldpolitik erhoffen.

Die Unsicherheiten haben sich auch in den Börsenindizes niedergeschlagen. Der Euro Stoxx 50 schloss mit einem Minus von -0,4% während der Ftse Mib um -0,14% nachgab. Auch andere europäische Indizes zeigten sich schwach: Der Dax in Deutschland blieb nahezu unverändert, der Ibex35 in Spanien fiel um -0,03% und der Cac40 in Frankreich um -0,34%.

Entwicklungen an der Börse in Mailand

An der Mailänder Börse zeigten sich die Anleger besonders aktiv bei Tenaris während der Bankensektor unter Druck geriet. Unicredit verzeichnete die stärksten Verluste im Bankensektor.

Obbligazionario und Spread Btp/Bund

Am europäischen Anleihenmarkt ging der Spread Btp/Bund zurück, wobei die Rendite der italienischen zehnjährigen Anleihen bei 4,42% lag.

Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen

Auf dem Devisenmarkt verlor der Euro/Dollar-Kurs an Wert und lag bei 1,1543 während der Dollar/Yen-Kurs auf über 155 Yen pro Dollar stieg.

Unter den Rohstoffen stieg der Preis für Brent-Öl wieder über 108 Dollar pro Barrel. Der Goldpreis hingegen fiel auf etwa 4.325 Dollar pro Unze.

Auch die Kryptowährungen waren von den Rückgängen betroffen. Der Bitcoin verlor leicht und wurde zu 76.384 Dollar gehandelt.

Wirtschaftsdaten im Fokus

Am heutigen Tag wurde der ZEW-Index für Deutschland veröffentlicht, der im September leicht auf 34,7 Punkte anstieg, verglichen mit 34,2 Punkten im August. Dieser Anstieg fiel jedoch hinter den Erwartungen zurück, die einen Anstieg auf 39,8 Punkte prognostiziert hatten. Der ZEW-Index, der vom deutschen ZEW Institute erstellt wird, gilt als wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.

Autor

Anna Schmidt