In den letzten Wochen haben sich Phishing-Angriffe deutlich erhöht. Betrüger geben sich als vertrauenswürdige Institutionen aus, um an persönliche Daten zu gelangen. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor gefälschten E-Mails im Namen der DKB des Elster-Portals und von PayPal. Diese Nachrichten zielen darauf ab, Nutzer unter Druck zu setzen und zur Preisgabe sensibler Informationen zu bewegen.
Phishing-Mails sind eine häufige Methode, um an Zugangsdaten und persönliche Informationen zu gelangen. Betrüger nutzen dabei verschiedene Taktiken, um ihre Opfer zu täuschen. Die Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht und gibt konkrete Tipps, wie man betrügerische Nachrichten erkennt und sich schützt.
Die aktuelle Phishing-Welle im Namen der DKB
Betrüger versenden derzeit E-Mails im Namen der DKB in denen sie behaupten, die App-Registrierung laufe am 20. August 2026 ab. Die Nachricht trägt den Betreff „wichtige Information“ und fordert die Empfänger auf, über einen Button „Jetzt reaktivieren“ eine erneute Authentifizierung durchzuführen. Der Link führt jedoch nicht zur echten Bank, sondern zu einer gefälschten Seite, auf der Zugangsdaten abgegriffen werden sollen.
Die E-Mail setzt die Empfänger unter Zeitdruck, indem sie eine feste Frist bis zum 20. August 2026 setzt und mit negativen Konsequenzen droht. Die Verbraucherzentrale rät, solche Nachrichten zu ignorieren und nicht auf die Links zu klicken. Verdächtige E-Mails können an die Adresse phishing(at)verbraucherzentrale.nrw weitergeleitet werden.
Gefälschte Steuererstattungen im Namen des Elster-Portals
Eine weitere Phishing-Mail gibt sich als Nachricht des Bundeszentralamts für Steuern aus und verspricht Elster-Nutzern eine angebliche Steuererstattung von 263 Euro. Die Nachricht trägt den Betreff „SRC-8536/7IE_727CA3: Ihr Erstattungsanspruch – handeln Sie bis 2026-08-06 03:35:56“ und fordert die Empfänger auf, über einen Link ein elektronisches Erstattungsformular aufzurufen.
Die Verbraucherzentrale warnt vor dieser Masche und rät, auf solche E-Mails nicht zu reagieren. Links oder Formulare aus der Nachricht sollten nicht geöffnet beziehungsweise ausgefüllt werden. Wer ein Elster-Konto besitzt, sollte angebliche Mitteilungen oder Erstattungsansprüche ausschließlich über das offizielle Elster-Portal prüfen.
PayPal-Betrug: Frist soll zu schnellem Handeln drängen
Eine weitere Phishing-Mail im Namen von PayPal behauptet, wichtige Funktionen seien eingeschränkt und eine Verifizierung nötig. Die Nachricht trägt den Betreff „Erinnerung: Wir haben einige Ihrer Kontofunktionen ausgesetzt“ und fordert die Empfänger auf, angeblich hinterlegte Profildaten erneut zu verifizieren.
Die Fake-Mail droht mit Einschränkungen bei Zahlungen und Überweisungen, falls nicht innerhalb von sieben Tagen gehandelt wird. Die Verbraucherzentrale rät, solche Nachrichten unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keine Links anzuklicken. Hinweise zum eigenen Konto sollten ausschließlich über die offizielle PayPal-App oder durch das direkte Aufrufen der bekannten PayPal-Webseite geprüft werden.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor solchen Betrugsmaschen und rät zur Vorsicht. Besonders häufig geben sich Täter dabei als vertrauenswürdige Dienste wie Banken, Paketdienste oder Zahlungsanbieter aus und arbeiten mit angeblichen Sicherheitsproblemen, drohenden Sperren oder kurzen Fristen.
