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20 August 2026

Luigi Lovaglio plant Gegenoffensive gegen Intesa Sanpaolo mit zwei Übernahmeangeboten

MPS-Chef Luigi Lovaglio plant eine Doppelübernahme von Banco BPM und Banca Generali, um das Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo abzuwehren. Die Reaktionen des Marktes sind gespalten.

Luigi Lovaglio plant Gegenoffensive gegen Intesa Sanpaolo mit zwei Übernahmeangeboten

Die europäischen Börsen zeigen am 20. August 2026 ein gemischtes Bild, während die Renditen der US-Staatsanleihen wieder steigen. Die Spannungen zwischen Iran und den USA treiben die Ölpreise in die Höhe, wobei der Wti bei 87 Dollar und der Brent bei 94 Dollar pro Barrel notieren.

In Italien dominieren die Nachrichten über das Bankrisiko die Schlagzeilen. MPS-Chef Luigi Lovaglio plant zwei separate Übernahmeangebote für Banco BPM und Banca Generali, um gegen das Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo vorzugehen.

Die strategischen Pläne von MPS

Luigi Lovaglio, der CEO von MPS, hat vor, zwei separate Übernahmeangebote zu starten, um die Unabhängigkeit der Bank zu sichern. Diese Pläne sollen als Gegenmaßnahme zu dem Übernahmeangebot von Intesa Sanpaolo dienen, das im Juni dieses Jahres gestartet wurde. Die ersten Indizien für diese Pläne wurden am 20. August bekannt gegeben.

Die Pläne von Lovaglio sehen vor, dass MPS sowohl Banco BPM als auch Banca Generali übernehmen könnte. Diese Strategie soll die Bank vor der Übernahme durch Intesa Sanpaolo schützen und die Unabhängigkeit von Siena sichern. Allerdings gibt es zahlreiche Hindernisse, die überwunden werden müssen.

Die Herausforderungen für MPS

Die Pläne von Lovaglio sind mit erheblichen Risiken verbunden. So muss MPS nicht nur interne Widerstände überwinden, sondern auch externe Hindernisse berücksichtigen. Ein großes Hindernis ist beispielsweise Crédit Agricole, der größte Anteilseigner von Banco BPM mit einem Anteil von fast 30 %. Crédit Agricole hat sich bereits gegen eine Übernahme durch MPS ausgesprochen.

Auch die Rolle von Generali ist entscheidend. Generali hält eine Kontrollbeteiligung an Banca Generali und ist ein wichtiger Akteur in diesem Spiel. Lovaglio muss daher auch die Zustimmung von Generali sicherstellen, um seine Pläne umsetzen zu können.

Die Reaktionen der Märkte und Analysten

Die Reaktionen der Märkte auf die Pläne von Lovaglio sind bisher verhalten. Die Aktien von MPS und Mediobanca verlieren an Wert, während die Aktien von Banca Generali leicht steigen. Auch Intesa und Generali verzeichnen Verluste.

Analysten sind skeptisch und sehen in den Plänen von Lovaglio ein hohes Maß an Komplexität und Ausführungsrisiko. Sie betonen, dass die vorgeschlagenen strategischen Alternativen deutlich höher sind als das Angebot von Intesa Sanpaolo. Zudem müsste MPS die Integration von Mediobanca abschließen und weitere groß angelegte Operationen durchführen, was das Ausführungsrisiko weiter erhöhen würde.

Die finanzielle Rechtfertigung der Operationen wäre ebenfalls schwierig zu erreichen. Die Analysten von Equita kommentieren, dass die vorgeschlagenen strategischen Alternativen ein gewisses Maß an Komplexität und Ausführungsrisiko darstellen, das deutlich höher ist als das Angebot von Intesa Sanpaolo.

Die Pläne von Lovaglio erinnern stark an den Vorschlag von Mediobanca und Banca Generali aus dem Jahr 2026. Die Analysten von Intermonte betonen, dass der CEO von Intesa, Carlo Messina, erst kürzlich erklärt hatte, dass sowohl Delfin als auch Caltagirone das Angebot von Ca‘ de Sass positiv bewerteten.

Autor

Anna Schmidt