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2 Juli 2026

EU-Krypto-Regulierung: Wichtige Schritte für Bitcoin-Investoren

Ab dem 1. Juli 2026 gilt die MiCA-Verordnung in der EU. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Krypto-Investitionen schützen und welche Anbieter jetzt noch zugelassen sind.

EU-Krypto-Regulierung: Wichtige Schritte für Bitcoin-Investoren

Ab dem 1. Juli 2026 tritt die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation) der Europäischen Union in vollem Umfang in Kraft. Diese neue Regelung bringt erhebliche Veränderungen für den Krypto-Markt mit sich. Für Anleger, die in Bitcoin und andere Kryptowährungen investiert haben, ist es entscheidend, die neuen Vorgaben zu verstehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die MiCA-Verordnung zielt darauf ab, den Krypto-Markt in Europa einheitlicher und sicherer zu gestalten. Krypto-Börsen müssen nun eine entsprechende Zulassung vorweisen, um weiterhin Kunden in der EU bedienen zu dürfen. Doch nicht alle Anbieter haben diese Lizenz bereits erhalten. Besonders betroffen ist die weltweit bekannte Krypto-Börse Binance die Ende Juni 2026 noch ohne die erforderliche Zulassung dastand.

Die Bedeutung der MiCA-Verordnung für Krypto-Anleger

Die MiCA-Verordnung stellt neue Anforderungen an Krypto-Anbieter, um die Transparenz und Sicherheit im Markt zu erhöhen. Anbieter müssen beispielsweise detailliert erklären, wie Preise zustande kommen, welche Kosten anfallen und was mit den Kryptowerten der Kunden geschieht. Diese Maßnahmen sollen auch der Geldwäscheprävention dienen.

Laut Ulli Spankowski Geschäftsführer der Krypto-Plattform Bison gibt es in der EU derzeit über 1.200 Krypto-Firmen, die bisher mit nationalen Lizenzen operierten. Nur etwa 280 dieser Unternehmen haben bereits eine MiCA-Lizenz erhalten. Die Europäische Finanzaufsicht ESMA führt eine Datenbank, die täglich aktualisiert wird.

Anbieter ohne MiCA-Lizenz müssen ihre Aktivitäten in der EU geordnet herunterfahren. Sie dürfen keine neuen Kunden mehr aufnehmen, keine neuen Kundenbeziehungen eröffnen und keine Werbung mehr schalten. Bestehende Leistungen dürfen nur noch so weit laufen, wie es für einen geordneten Rückzug nötig ist. Dazu zählen Verkäufe, Übertragungen von Kryptowerten oder das Schließen bestehender Positionen.

Schritte für Krypto-Anleger

Für Anleger, die ihre Krypto-Investitionen schützen möchten, gibt es einige wichtige Schritte zu beachten:

1. Prüfen Sie die Zulassung Ihres Krypto-Anbieters

Der erste Schritt besteht darin, zu überprüfen, ob Ihre bevorzugte Krypto-Plattform eine MiCA-Lizenz besitzt. Anbieter ohne Lizenz müssen ihre Kunden darüber informieren, dass sie ihre Gelder abziehen sollten. Prüfen Sie Ihre E-Mails und Mitteilungen in der App der Krypto-Börse. Zusätzlich können Sie im Register der ESMA überprüfen, welche Anbieter eine MiCA-Zulassung haben.

2. Euro-Guthaben und Kryptowährungen getrennt betrachten

Wenn Sie eine Plattform ohne MiCA-Lizenz nutzen, sollten Sie zunächst prüfen, was Sie dort angelegt haben. Trennen Sie dabei Euro-Guthaben und Kryptowährungen:

  • Euro-Guthaben Überweisen Sie diese auf Ihr Bankkonto.
  • Kryptowährungen Entscheiden Sie, ob Sie diese verkaufen, auf ein eigenes Wallet übertragen oder zu einem anderen Anbieter transferieren möchten.

Ulli Spankowski empfiehlt, Euro-Guthaben zunächst auf das Bankkonto zu überweisen. Bei Kryptowährungen gibt es zwei Wege: Entweder Sie übertragen die Assets auf ein eigenes Wallet, zum Beispiel einen Ledger oder Sie suchen sich eine neue regulierte Plattform, wenn Sie weiter handeln oder Staking nutzen möchten.

3. Eigene Wallet oder regulierter Anbieter?

Eine eigene Wallet kann sinnvoll sein, wenn Sie Ihre Kryptowährungen selbst verwahren möchten. Allerdings übernehmen Sie dann auch mehr Verantwortung. Wer die Zugangsdaten verliert, kann seine Kryptowerte im schlimmsten Fall dauerhaft verlieren.

Eine regulierte Plattform kann praktischer sein, wenn Sie weiter kaufen, verkaufen oder Staking nutzen wollen. Prüfen Sie vorher, wo der Anbieter sitzt, welche Zulassung er hat und wie transparent er über Kosten, Verwahrung und Risiken informiert. Spankowski rät zu einem seriösen Anbieter, am besten aus dem Land, aus dem Sie kommen.

4. Staking rechtzeitig beenden

Besonders aufmerksam sollten Sie sein, wenn Ihre Kryptowährungen im Staking liegen. Gestakte Coins lassen sich nicht immer sofort übertragen. Je nach Kryptowährung und Protokoll kann das Entstaken mehrere Tage dauern. Beenden Sie den Staking-Prozess rechtzeitig, bevor Sie Ihre Coins übertragen.

MiCA-konforme Alternativen zu Binance

Da einige große Krypto-Börsen wie Binance derzeit keine MiCA-Lizenz besitzen, suchen viele Anleger nach Alternativen. Zwei MiCA-konforme Anbieter bieten derzeit hohe Wechselboni an, um neue Kunden zu gewinnen:

Etoro mit 5,0 Prozent Bonus auf Krypto-Transfers

Etoro bietet einen Bonus von 5,0 Prozent auf das Transaktionsvolumen bei der Übertragung von Coins von einem anderen Anbieter. Wer Coins im Wert von 1.000 Euro überträgt, erhält einen Bonus von 50 Euro. Maximal möglich ist eine Prämie von 2.000 US-Dollar monatlich.

Bitpanda mit 5,0 Prozent Cashback auf Krypto-Umzug

Bitpanda bietet einen Bonus von 5,0 Prozent in Euro-Stablecoin für Krypto-Transfers bis zu einem Wert von 20.000 Euro. Diese Aktion ist auf 10.000 Teilnehmer begrenzt.

Bei der Auswahl eines Krypto-Brokers sollten Sie nicht nur auf die Wechselprämie achten. Langfristig sind vor allem die Kosten und das Angebot entscheidend. Nutzer, die häufig kaufen und verkaufen, sollten auf niedrige Transaktionsgebühren achten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das verfügbare Angebot an Kryptowährungen.

Zusätzlich sollten Sie überlegen, welche Zusatzfunktionen Ihnen wichtig sind. Bietet der Broker beispielsweise Sparpläne an oder lassen sich Coins einfach auf eine externe Wallet transferieren? Auch das Staking ist bei einigen Anbietern möglich.

Autor

Jonas Becker