In Bonn und weltweit nehmen Fälle von Online-Anlagebetrug mit Kryptowährungen zu. Kriminelle nutzen professionelle Internetseiten und soziale Medien, um Anleger mit hohen Gewinnversprechen zu ködern. Doch statt der versprochenen Gewinne warten Betrug und finanzielle Verluste.
Die Polizei in Bonn warnt vor einer Welle von Betrugsfällen. Das Kriminalkommissariat 23 registrierte mehrere Anzeigen, bei denen Kriminelle gefälschte Plattformen nutzten, um Investitionen in Kryptowährungen anzupreisen. Die Täter versprechen hohe Gewinne, doch am Ende bleibt die Auszahlung aus.
Wie die Betrüger vorgehen
Die Masche der Betrüger ist einfach, aber effektiv. Sie werben über soziale Medien oder Online-Anzeigen für gefälschte Trading-Plattformen. Sobald sich ein Interessent registriert, meldet sich ein angeblicher Anlageberater und überredet das Opfer zu einer ersten Einzahlung zwischen 250 und 500 Euro.
Auf der Internetseite werden den Anlegern schnell hohe Gewinne vorgetäuscht. Mit diesen gefälschten Erfolgen drängen die Täter ihre Opfer zu weiteren Investitionen. Doch statt der versprochenen Gewinne fordern die Betrüger oft zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern. Danach brechen sie den Kontakt ab und verschwinden.
Betrugsfälle in Bonn und weltweit
Ein Mann aus Bonn wurde durch Werbung auf eine Trading-Plattform aufmerksam und investierte in eine Kryptowährung. Doch der Schwindel flog auf, als die Internetseite plötzlich offline war. Der Bonner wurde misstrauisch und erstattete Anzeige.
In Malaysia verloren Verbraucher in den ersten fünf Monaten dieses Jahres umgerechnet über 200 Millionen Euro durch Online-Betrug. Die größten Verluste entstanden durch Investmentbetrug mit rund 88 Millionen Euro. Die nationale Betrugsbekämpfungsbehörde konnte bislang nur einen Bruchteil der Verluste einfrieren.
Auch in Vietnam konnte die Polizei ein transnationales Cyber-Betrugsnetzwerk zerschlagen. Die Bande hatte rund 500 Opfer um umgerechnet etwa 12,3 Millionen Euro gebracht. Die Täter hatten von Kambodscha aus mit gefälschten Websites und gestohlenen Identitäten operiert.
Neue Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen
Selbst vermeintlich harmlose Angebote wie Online-Essensgutscheine in Macau werden zur Gefahr. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen eine Betrugsmasche, bei der Opfer durch das Scannen von QR-Codes ein zweites Mal betrogen wurden.
Die US-Regierung verschärft den Kampf gegen Betrug im Gesundheitswesen. In allen 50 Bundesstaaten werden neue Finanzsanktionen und Prüfungen durch die Gesundheitsbehörde CMS eingeführt. Doch Kritiker befürchten, dass die Maßnahmen die Haushalte der Bundesstaaten belasten könnten.
Die Behörden reagieren mit neuen Bildungsinitiativen. Die texanische Versicherungsbehörde bietet eine kostenlose Schulung zur Versicherungsbetrugsbekämpfung für Polizeibeamte an. Die malaysische Kommunikationskommission MCMC startet eine „Sicher-Internet-Kampagne“ an 19 Ramadan-Märkten.
Die Polizei in Bonn rät zur Vorsicht bei Geldanlagen. Ermittler raten, bei Versprechen von hohen Gewinnen mit wenig Einsatz misstrauisch zu bleiben. Unaufgeforderten Kontakt über Messenger sollten Anleger hinterfragen. Vor einer Überweisung ist es wichtig, sich über die Plattform zu informieren. Dafür hilft die Datenbank der Finanzaufsicht BaFin. Niemand darf Fremden Zugriff auf den Computer gewähren. Sensible Daten dürfen nicht preisgegeben werden.
Wer Opfer beim Online-Anlagebetrug wurde, sollte Anzeige erstatten. Die Polizei warnt weiterhin intensiv vor der Masche.


