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21 September 2026

Dividendenfokus: Chancen bei Novartis und Storebrand im Detail

Dividendenfans erhalten jetzt Einblicke, warum Novartis und Storebrand zu den stabilsten Ertragswerten zählen.

Dividendenfokus: Chancen bei Novartis und Storebrand im Detail

Die Suche nach verlässlichen Ertragsquellen führt viele Anleger zu Dividendenaktien. Während manche Unternehmen wegen hoher Ausschüttungen begehrt sind, können unerwartete Kursstürze die Bewertung stark beeinflussen. Im Folgenden analysieren wir zwei prominente Beispiele – die Schweizer Pharmagroßmacht Novartis und den norwegischen Finanzkonzern Storebrand – und zeigen, wie ihre jeweiligen Dividendenstrategien langfristig Rendite erzeugen können.

Novartis: Kursabsturz, aber stabile Dividende

Zu Beginn September 2026 fiel die Novartis-Aktie (WKN: 904278) innerhalb von drei Handelstagen um 15 %. Der Rückgang resultierte aus vier negativen Nachrichten, die fast gleichzeitig veröffentlicht wurden. Zum einen scheiterte das potenzielle Blockbuster-Medikament Pelacarsen in einer Phase-3-Studie, weil es keine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse im Vergleich zum Placebo zeigte. Zum anderen brachte die Therapie Del-desiran für die myotone Dystrophie Typ 1 ebenfalls kein statistisch relevantes Ergebnis. Zusätzlich mussten mehrere klinische Studien zur Zelltherapie bei Autoimmunerkrankungen pausiert werden, da unerklärte Todesfälle auftraten. Das US-Gericht erklärte zudem das Kombinationspatent für Sacubitril/Valsartan für ungültig, was das Einnahmenpotenzial des Herzmedikaments Entresto – aktuell etwa 6 Mrd. USD jährlich – bedrohen könnte.

Trotz dieser Rückschläge bleibt die Dividendenrendite von Novartis attraktiv: rund 3,4 % bei einem langfristigen Dividendenwachstum von etwa 5,6 % pro Jahr. Das Unternehmen strebt ein jährliches Umsatzwachstum von 5 % an, wofür jedoch eine deutliche Verbesserung der Gewinnmargen nötig wäre, um das aktuelle Forward-KGV von 17 zu rechtfertigen. Analysten empfehlen daher, die Aktie vor allem für reines Dividendeninvestment in Betracht zu ziehen, während spekulative Kursgewinne eher unsicher bleiben.

Storebrand: Nachhaltige Ausschüttungen aus Skandinavien

Der norwegische Finanzdienstleister Storebrand ist ein klassisches Beispiel für ein Unternehmen, das konstante Dividendensteigerungen mit einem robusten Geschäftsmodell kombiniert. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,02 % und die jährliche Ausschüttungsquote wächst durchschnittlich um 9,06 % – beides Kennzahlen, die viele Einkommensinvestoren anziehen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16,78 erscheint die Bewertung solide, während die Marktkapitalisierung von 7,79 Mrd. € das Unternehmen zu einem mittelgroßen Player in der skandinavischen Versicherungs- und Asset-Management-Branche macht.

Storebrand profitiert von einer frühen ESG-Integration und strengen Nachhaltigkeitsfiltern, die das Unternehmen in der Altersvorsorge- und Lebensversicherungs-Segment besonders attraktiv machen. Seit fünf Jahren hat die Aktie insgesamt eine Gesamtrendite von rund 147 % erzielt, wobei die wachsende Dividende einen wesentlichen Beitrag leistet. Für Anleger, die ein passives Einkommen über lange Zeiträume aufbauen wollen, bietet Storebrand daher ein ausgewogenes Verhältnis von Stabilität, Wachstumspotenzial und Ausschüttungsstärke.

Allgemeine Betrachtung: Was macht eine Top-Dividendenaktie aus?

Einige wenige Unternehmen können bereits seit über einem Jahrhundert regelmäßige Dividenden zahlen – ein Beispiel sind Aktien, die seit 127 Jahren ununterbrochen ausschütten. Solche Burggraben-Aktien zeichnen sich durch ein defensives Geschäftsmodell, stabile Cashflows und eine konsequente Ausschüttungspolitik aus. Beim Vergleich von Novartis und Storebrand zeigen sich gemeinsame Erfolgsfaktoren: ein realistisches Dividendenwachstum transparente Finanzkennzahlen und die Fähigkeit, trotz Markt- oder Produkt-Schocks langfristig Erträge zu generieren.

Für Privatanleger bedeutet das: Statt ausschließlich auf hohe aktuelle Renditen zu setzen, sollten sie die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen und die zugrunde liegenden Unternehmensstrategien prüfen. Ein vorübergehender Kursrückgang – wie bei Novartis – kann eine günstige Einstiegschance bieten, solange die Dividendenquote gesund und das Geschäftsmodell robust bleibt. Gleichzeit­ig lohnt sich ein Blick auf Unternehmen wie Storebrand, die durch konsequente Nachhaltigkeits- und Risikomanagement stabile Erträge versprechen.

Autor

Jonas Becker