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5 September 2026

Wie die Ankündigungen von Scott Bessent die Börsen beeinflussen

Die europäischen Börsen zeigen eine vorsichtige Tendenz, während der Sektor der Verteidigung von den Aussagen des US-Finanzministers Scott Bessent profitiert

Wie die Ankündigungen von Scott Bessent die Börsen beeinflussen

Die europäischen Finanzmärkte haben am 14. August 2026 eine vorsichtige Woche abgeschlossen. Die Ankündigungen des US-Finanzministers Scott Bessent haben dabei eine zentrale Rolle gespielt. Bessent kündigte an, dass die USA „maßnahmen ohne vorherigen Präzedenzfall gegen den Iran“ in Betracht ziehen. Diese Ankündigung fällt in einen Kontext, in dem die USA bereits seit fast sechs Monaten versuchen, Teheran zur Kapitulation zu bewegen.

Diese geopolitischen Spannungen haben auch Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte. Die Preise für Rohöl sind erneut gestiegen, was die Sorge vor neuen inflationären Druck verstärkt. Gleichzeitig haben die europäischen Indizes unterschiedliche Entwicklungen gezeigt.

Die Performance der europäischen Indizes

Der Euro Stoxx 50 schloss die Woche mit einem leichten Plus von 0,12% ab. Der italienische Ftse Mib hingegen verzeichnete einen Rückgang von 0,21% und schloss bei 53.583 Punkten. Die deutschen und spanischen Indizes zeigten unterschiedliche Tendenzen: Der Dax schloss mit einem Plus von 0,51%, während der Ibex35 in Spanien um 0,11% fiel. Auch der französische Cac40 verzeichnete einen Rückgang von 0,16%.

Die besten und schlechtesten Aktien in Italien

An der Börse in Mailand zeigten einige Aktien eine starke Performance. Fincantieri und Amplifon führten die Liste an. Auf der anderen Seite verzeichneten PrysmianEnel und Stmicroelectronics Verluste. Diese Entwicklungen spiegeln die unterschiedlichen Reaktionen der Märkte auf die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen wider.

Entwicklungen auf dem Anleihenmarkt und bei den Währungen

Auf dem europäischen Anleihenmarkt blieb der Spread zwischen italienischen und deutschen Anleihen bei 79 Punkten stabil. Der Rendite des italienischen Zehnjahresanleihen lag bei 4%. Auf dem Devisenmarkt blieb der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar nahezu stabil bei 1,1581. Der Dollar gegenüber dem Yen erreichte dagegen 159,17.

Auch die Preise für Rohstoffe und Kryptowährungen zeigten interessante Entwicklungen. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent stieg auf 87,81 Dollar. Der Preis für eine Unze Gold lag bei 4.444,50 Dollar. Die Kryptowährung Bitcoin wurde zu einem Kurs von 62.969 Dollar gehandelt.

Ausblick auf die kommende Woche

Die nächste Woche verspricht ebenfalls spannend zu werden. Im Mittelpunkt steht die Veröffentlichung der Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vom Ende Juli. Diese Protokolle werden am Mittwochabend veröffentlicht. Die Protokolle könnten die unterschiedlichen Meinungen der Mitglieder des Komitees bezüglich weiterer Zinserhöhungen im Jahr 2026 klarer darstellen.

Die jüngsten Daten, darunter die Inflationsrate für Juli und die Preise zur Produktion, haben die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September gedämpft. Aktuell liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung der Fed Funds um 25 Punkte bei 31%. Neben den Protokollen der Fed werden auch die Inflationsdaten aus Großbritannien und die PMI-Indizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor der wichtigsten Volkswirtschaften der Eurozone veröffentlicht.

Autor

Anna Schmidt