Zum Inhalt springen
1 September 2026

Settembre 2026: Europäische Märkte kämpfen mit Inflation und geopolitischen Risiken

Die europäischen Börsen starten mit Verlusten in den September 2026. Die steigende Inflation und die verschärften geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belasten die Märkte.

Settembre 2026: Europäische Märkte kämpfen mit Inflation und geopolitischen Risiken

Der September 2026 beginnt für die europäischen Finanzmärkte mit deutlichen Herausforderungen. Die Börsen des europäischen Kontinents verzeichneten in der ersten Handelssitzung des Monats durchwachsene Ergebnisse, während die Spannungen am Anleihenmarkt zunahmen. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen erneut, da Investoren höhere Renditen für die Unterstützung von Titeln aus Ländern mit strukturellen Defiziten und steigendem Refinanzierungsbedarf forderten.

Die Lage wird zusätzlich durch die verschärften geopolitischen Spannungen im Nahen Osten belastet. Die dramatische Eskalation des Konflikts führte zu einem starken Anstieg der Rohölpreise. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe zwischen Washington und Teheran sowie der direkte Einsatz des Strait of Hormuz wo ein schwerer Angriff auf ein Tankschiff verzeichnet wurde, wecken die Befürchtungen einer weitreichenden militärischen Eskalation in einer der wichtigsten Regionen für den globalen Energiefluss.

Börsenentwicklung am 1. September 2026

Die europäischen Börsenindizes schlossen am 1. September 2026 im Minus. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,8% ähnlich wie der FTSE Mib der 1,3% einbüßte. Auch andere europäische Indizes verzeichneten Verluste: Der DAX in Deutschland fiel um 1,2% der IBEX35 in Spanien um 0,8% und der CAC40 in Frankreich um 0,4%.

Beste und schlechteste Werte an der Börse in Mailand

An der Mailänder Börse stach Tenaris positiv hervor, während Poste Italiane am Ende der Liste stand.

Anleihenmarkt und Spread BTP/Bund

Am europäischen Anleihenmarkt blieb der Spread zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen unverändert. Die Rendite der italienischen zehnjährigen Anleihen lag bei 4,18%.

Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen

Auf dem Devisenmarkt fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar auf 1,1593. Der US-Dollar gegenüber dem Yen stieg erneut und erreichte über 160 Yen pro Dollar.

Unter den Rohstoffen stieg der Preis für ein Barrel Brent-Öl auf über 92 US-Dollar. Der Goldpreis fiel weiter und lag bei 4.411 US-Dollar pro Unze.

Auch die Kryptowährungen verzeichneten Verluste. Der Bitcoin fiel auf etwa 77.917 US-Dollar.

Wichtige wirtschaftliche Daten und Entwicklungen

Die manufakturelle Aktivität in Italien verlangsamte sich im August, was die ersten Anzeichen von Schwäche seit Jahresbeginn zeigt. Laut den von S&P Global veröffentlichten Daten sank der PMI-Index für die Industrie von 51,3 im Juli auf 49,6 was eine Kontraktion anzeigt.

Die Inflation in der Eurozone stieg im August um 0,4% im Vergleich zum Vormonat und um 3,3% im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht den Prognosen und zeigt eine Beschleunigung gegenüber dem 2,9% im Juli. Die Kerninflation lag bei 2,4% jährlich, leicht unter den Erwartungen und dem Wert des Vormonats (2,5%).

Autor

Markus Weber