Die Sommerferien 2026 sind in Essen nicht nur eine Zeit der Erholung für Schüler und Lehrer, sondern auch eine intensive Bauphase für die Stadt. Mit einem Gesamtbudget von rund 25,6 Millionen Euro werden zahlreiche Schulen saniert und modernisiert. Die Stadt nutzt die unterrichtsfreie Zeit, um umfangreiche Arbeiten durchzuführen, die den Schulalltag sonst stark beeinträchtigen würden.
Die Maßnahmen reichen von kleineren Instandsetzungen bis hin zu großen Bauprojekten. Insgesamt sind 65 Schulen in das Programm eingebunden, wobei sowohl interne als auch externe Sanierungen durchgeführt werden. Die Stadt hat bewusst die Ferienzeit gewählt, um die Arbeiten ohne Störungen des Unterrichtsbetriebs durchzuführen.
Kleine, aber wichtige Instandsetzungen
Ein Großteil der Maßnahmen umfasst kleinere, aber dennoch wichtige Instandsetzungen. Dazu gehören Malerarbeiten, Bodenrenovierungen und die Sanierung von Decken. Beispielsweise werden an der Bertha-von-Suttner-Realschule in Rüttenscheid, der Nikolausschule in Stoppenberg und der Joachimschule in Kray Böden für insgesamt rund 69.000 Euro saniert.
In der Ardeyschule in Rellinghausen werden Arbeiten an der Decke im Lehrerzimmer mit Kosten in Höhe von 25.000 Euro durchgeführt. An der Grundschule Bedingrade werden für rund 13.000 Euro Akustikdecken und Schallschutztüren eingebaut. Malerarbeiten mit Gesamtkosten von rund 22.000 Euro sind an der Bardelebenschule in Holsterhausen, der Theodor-Heuss-Schule in Bergerhausen und dem Haus des Lernens in Haarzopf geplant.
Große Bauprojekte für bessere Lernbedingungen
Neben den kleineren Instandsetzungen laufen auch größere Bauprojekte. Die UNESCO-Schule im Südviertel erhält eine neue Auladecke, die nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sicherer sein wird. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 110.000 Euro. An der Bonifaciusschule in Kray wird die Lehrküche sowie die Räume des Offenen Ganztags saniert, wofür die Stadt rund 200.000 Euro investiert.
Zwei besonders große Projekte sollen zu Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein. Der Neubau der Tiegelschule im Nordviertel, in den rund 32 Millionen Euro investiert wurden, soll ab September genutzt werden können. Ebenfalls Anfang September soll der Interims-Modulbau des Leibniz-Gymnasiums in Altenessen an der Mallinckrodtstraße fertiggestellt werden. Hier lagen die Kosten bei rund 5,3 Millionen Euro.
Herausforderungen und Zukunftspläne
Trotz der intensiven Bauaktivitäten gibt es auch Herausforderungen. Die Stadt muss geeignete Handwerksbetriebe finden, die bereit sind, in der Ferienzeit zu arbeiten. Viele Handwerker planen ihre Urlaubszeiten ebenfalls an den Schulferien ausgerichteten. Dennoch setzt die Stadt alles daran, die Projekte so weit wie möglich in den Ferien umzusetzen, um den Unterrichtsbetrieb nicht zu beeinträchtigen.
Die Stadt Essen hat sich zum Ziel gesetzt, die Gebäude kontinuierlich zu modernisieren, um den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften bestmögliche Lern- und Arbeitsbedingungen zu bieten. Die laufenden und geplanten Projekte sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.



