Die US-Börsenaufsicht SEC reichte am 25. August 2026 einen Regelvorschlag an das Office of Management and Budget ein, der die Verwahrung von Krypto-Assets durch Vermögensverwalter und neue Regeln zur Kapitalbeschaffung für Krypto-Start-ups präzisieren sollte.
Der Schritt wurde als bedeutend bewertet, weil die Vorlage die bestehende Unsicherheit in der Aufsicht digitaler Werte adressierte und zugleich im US-Senat parallel der Entwurf Digital Asset Market Clarity Act lag, dessen weitere Behandlung am 15. September 2026 anstand.
Warum der SEC-Vorschlag und das Senatsverfahren relevant waren
Die Vorlage der SEC zielte darauf ab, klare Vorgaben für die Verwahrung von Krypto-Assets durch Vermögensverwalter zu schaffen und damit die Sicherheit und Transparenz für Investoren zu erhöhen. Paul Atkins erklärte, die Behörde müsse modernisiert werden, um den wachsenden Markt für digitale Vermögenswerte besser zu regulieren. Parallel wurde im Senat über den Digital Asset Market Clarity Act debattiert, der die Zuständigkeit zwischen SEC und CFTC aufteilen sollte; Senats-Mehrheitsführer John Thune setzte ein Cloture-Votum für den 15. September an, das 60 Stimmen erforderte, um die Debatte zu beenden.
Details zu den SEC-Regeln und dem Kapitalbeschaffungsrahmen
Der SEC-Vorschlag enthielt spezifische Anforderungen an Vermögensverwalter, wie sie Custody und Sicherheitsprozesse organisieren müssten, sowie Regelungen, die es Token ermöglichten, ihren Status als Wertpapier abzulegen, sobald das zugrunde liegende Netzwerk ausreichend dezentralisiert war. Am 14. August 2026 hatte die SEC über einen neuen Rahmen zur Kapitalbeschaffung für Krypto-Unternehmen abgestimmt, oft als Regulation Crypto bezeichnet, der Start-ups einen vereinfachten Weg zu Investitionen eröffnen sollte. Der Rahmen orientierte sich an Ausnahmeregelungen für kleinere Unternehmen in anderen Branchen und enthielt Bestimmungen zur Übergangsbehandlung von Token.
Senat, CFTC-Reaktion und offene Streitpunkte
Der Gesetzentwurf im Senat adressierte die langjährige Debatte über Zuständigkeiten: etablierte Token wie Bitcoin und Ethereum sollten nach dem Entwurf unter die Obhut der CFTC fallen, während die SEC das Wertpapierrecht für Kapitalbeschaffungen innehaben würde. John Thune terminiert das Cloture-Votum für den 15. September; hierfür waren 60 Stimmen erforderlich. Ungeklärte Fragen betrafen Ethikregeln für Amtsträger mit Krypto-Bezug, Schutz für Softwareentwickler und Bedenken der Bankenbranche, die gegen bestimmte Krypto-Prämienprogramme opponierten. Michael Selig von der CFTC machte deutlich, dass seine Behörde eigene Regeln durch Project Crypto vorantreiben werde, falls die Gesetzgebung stockte.
Marktreaktion und steuerliche Implikationen
Der Markt reagierte zeitgleich mit einem starken Kursanstieg von Bitcoin: Der Kurs stieg binnen weniger Tage um 25 Prozent von unter 63.000 Dollar auf über 78.000 Dollar. Marktteilnehmer nannten mehrere Treiber, darunter geldpolitische Maßnahmen, politische Signale sowie technische Marktmechanismen wie einen Short Squeeze. Zusätzlich änderten steuerliche Regeln die Rahmenbedingungen: Seit 2026 müssen Kryptoanbieter wie Bison, Bitpanda und Coinbase Transaktionsdaten an Steuerbehörden melden, eine Folge der EU-Richtlinie DAC8. Für Anleger erhöhte dies das Risiko bei nicht deklarierten Gewinnen; wer seine Gewinne nicht korrekt angab, konnte mit Nachzahlungen und Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen.
Weitere makroökonomische Faktoren spielten hinein: Anleiherückkäufe in Milliardenhöhe wurden zur Dämpfung von Renditen angekündigt, und politische Treffen auf höchster Ebene, unter anderem zwischen dem US-Präsidenten und Vertretern großer Kryptounternehmen, stärkten die Erwartung einer zügigeren Regulierung. Diese Kombination aus regulatorischer Neuordnung, legislativer Unsicherheit und starken Marktbewegungen erhöhte die Aufmerksamkeit von Investoren, Aufsehern und Banken gleichzeitig.
Ultimo aggiornamento: 31 agosto 2026. Die Vorlage der SEC wartete auf die Prüfung durch das Office of Management and Budget; der weitere Verlauf des Digital Asset Market Clarity Act hing von der Abstimmung im Senat am 15. September und von Verhandlungen über die offenen Punkte ab, während die CFTC signalisierte, regulatorische Lücken eigenständig adressieren zu wollen.



