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1 August 2026

Mps konzentriert sich auf Wachstumsstrategie nach gescheitertem Bpm-Deal

Nach dem Scheitern der geplanten Fusion mit Banco Bpm konzentriert sich Monte dei Paschi auf sein Wachstumsprogramm und die Zusammenarbeit mit Mediobanca.

Mps konzentriert sich auf Wachstumsstrategie nach gescheitertem Bpm-Deal

Monte dei Paschi di Siena (Mps), die älteste Bank Italiens, hat auf die Absage von Banco Bpm zur geplanten Fusion reagiert. In einer offiziellen Stellungnahme betont die Bank ihre Konzentration auf das eigene Wachstumsprogramm und die Zusammenarbeit mit Mediobanca.

Der Rückzug von Banco Bpm vom geplanten Fusionsprojekt wurde durch die Entscheidung des Verwaltungsrats von Banco Bpm besiegelt. Trotz der Anerkennung des strategischen Potenzials der Fusion entschied der Rat, die Konsultationen zu beenden. Diese Entscheidung folgte auf die Stellungnahme von Crédit Agricole die in ihrem Halbjahresbericht Zweifel an der Machbarkeit des Projekts äußerte.

Die Rolle von Crédit Agricole im Fusionsszenario

Crédit Agricole, der französische Finanzgigant, spielte eine entscheidende Rolle in diesem Prozess. Olivier Gavalda, CEO von Crédit Agricole, äußerte in einer Analystenkonferenz, dass sein Unternehmen keine Informationen über eine mögliche Fusion zwischen Mps und Banco Bpm erhalten habe. Diese Aussage unterstrich die Unsicherheit hinsichtlich der Wertschöpfung für die Aktionäre von Banco Bpm.

Die französische Bank hält derzeit 29,3 % der Anteile an Banco Bpm und betonte ihre entscheidende Rolle in zukünftigen strategischen Entscheidungen. Clotilde L’angevin, stellvertretende Generaldirektorin von Crédit Agricole, erklärte, dass eine Fusion zwischen Banco Bpm und Crédit Agricole Italia eine bevorzugte Option sei, um die Präsenz in Italien zu stärken.

Mps setzt auf Eigenständigkeit und strategische Flexibilität

Monte dei Paschi hat in seiner Stellungnahme klargestellt, dass es sich weiterhin auf die Umsetzung seines Wachstumsplans konzentrieren wird. Dieser Plan umfasst Ziele zur Steigerung der RentabilitätEffizienzsteigerung und patrimoniale Solidität. Zudem bleibt die Bank auf die Integration mit Mediobanca fokussiert, um Synergien in den Bereichen Investment Banking und Finanzdienstleistungen zu nutzen.

Mps betonte, dass es jede strategische Option im Interesse aller Stakeholder prüfen werde. Dies schließt die Möglichkeit weiterer strategischer Partnerschaften oder Fusionen nicht aus. Die Bank bleibt offen für neue Entwicklungen, die den Interessen ihrer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter dienen.

Historischer Kontext und zukünftige Perspektiven

Die Idee einer Fusion zwischen Mps und Banco Bpm wurde erstmals am 7. Juni 2026 öffentlich diskutiert. Banco Bpm hatte Mps eine Fusion zur Gleichheit vorgeschlagen, um eine starke Bankengruppe in Italien zu schaffen. Diese Initiative folgte auf die Offensive von Intesa Sanpaolo die eine Übernahme von Mps im Wert von über 30 Milliarden Euro angekündigt hatte.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Zukunft von Mps ungewiss. Die Bank hat jedoch klargestellt, dass sie weiterhin auf Eigenständigkeit und strategische Flexibilität setzen wird. Die Zusammenarbeit mit Mediobanca und die Konzentration auf das eigene Wachstumsprogramm sind zentrale Elemente ihrer Strategie.

Autor

Markus Weber