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18 September 2026

Hoppermann nennt konkrete Zahlen: Spritpreis-Reduktion bis zu 25 Cent

CDU will Spritpreise im Oktober um bis zu 25 Cent pro Liter senken – Hoppermann erklärt Details und verteidigt Merz' Kanzlerschaft.

Hoppermann nennt konkrete Zahlen: Spritpreis-Reduktion bis zu 25 Cent

Durch die jüngste Eskalation im Nahen Osten sind die Kraftstoffpreise in Deutschland stark angestiegen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat darauf unmittelbar reagiert und den Verbrauchern schnelle finanzielle Linderung versprochen. Jetzt liefert die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann die ersten konkreten Zahlen, die in den Medien bisher nur vage angedeutet wurden.

Konkrete Zahlen für die Spritpreisentlastung

In der ZDF-Talkshow Maybrit Illner erklärte Hoppermann, dass die Union eine Spritpreisentlastung von etwa 21 bis 25 Cent pro Liter anstrebt. Der geplante Mechanismus soll bereits zu Beginn des kommenden Monats, also Anfang Oktober, in Kraft treten. „Eine Reduktion von ein paar Cent klingt gering, doch bei einem Literpreis von rund zwei, fünf Euro ist das ein spürbarer Unterschied für die Bürger“, betonte sie. Die Idee sei, die Belastung für Pendler, Familien und Unternehmen sofort zu mildern, ohne komplexe bürokratische Hürden zu schaffen.

Politische Rahmenbedingungen und Ablehnung der Übergewinnsteuer

Gleichzeitig wies Hoppermann den Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil, eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne einzuführen, zurück. Sie erklärte, dass selbst ein solcher Aufschlag „kein Cent Entlastung für die Menschen“ sei, die aktuell mit Preisen von zwei, fünf bis drei Euro pro Liter konfrontiert sind. Die Übergewinnsteuer sei demnach ein Instrument, das die Preisentwicklung an den Tankstellen nicht unmittelbar dämpft, sondern lediglich die Gewinne der Unternehmen berührt.

Gespräche mit den Ländern

Im Zuge der Vorbereitung des Entlastungsprogramms wurde ein Runder Tisch mit den Landesregierungen einberufen. Neben Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil nahmen die Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz (Gordon Schneider) und Niedersachsen (Olaf Lies) teil. Ziel war, gemeinsame Wege zu finden, wie die angekündigte Preisreduktion auf Landesebene umgesetzt werden kann. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche war nicht anwesend, das wurde jedoch nicht als Kritik an ihrer Person interpretiert.

Ausblick auf Landeswahlen und parteiinterne Einheit

Parallel zu den Preisdebatten steht die bevorstehende Wahl in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU laut aktuellem ZDF-Politbarometer nur noch rund sechs Prozent erreicht. Hoppermann betonte, dass die Union „jede Haustür kämpft“, um die 5-Prozent-Hürde zu knacken. Auch in Berlin liegt die Umfrage bei etwa 20 Prozent, knapp hinter der Linkspartei. Trotz dieser Schwierigkeiten mahnt die Generalsekretärin, dass die Partei geschlossen handeln müsse: „Er muss bleiben, weil wir jetzt gemeinsam nach vorne gehen müssen“, sagte sie über Kanzler Merz. Interne Diskussionen über einen möglichen Kanzlertausch wurden ausdrücklich verworfen, da sie in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage keinen Sinn ergeben würden.

Umweltbundesamt und weitere politische Initiativen

Das Umweltbundesamt nutzt die Preisentwicklung, um den Umstieg auf Elektromobilität zu beschleunigen. Präsident Dirk Messner kritisierte kurzfristige Maßnahmen wie Tankrabatte als zu teuer und wenig zielgerichtet. Stattdessen plädiert das Amt für gezielte Direktzahlungen an einkommensschwache Haushalte und für zinsgünstige Kredite zur Anschaffung von E-Fahrzeugen. Die SPD fordert hingegen einen Preisdeckel, den das Wirtschaftsministerium bislang ablehnt. Finanzminister Klingbeil plant, das Thema bei einem EU-Treffen in Dublin weiter zu diskutieren.

Autor

Markus Weber