In einer aktuellen Umfrage unter 1.000 jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 35 Jahren zeigt sich ein alarmierendes Bild: Fast jeder Dritte kann nur eine von drei einfachen Finanzfragen richtig beantworten. Nur ein Drittel der Befragten besteht den Basis-Test vollständig. Diese Ergebnisse werfen ernste Fragen über den Stand der finanziellen Bildung in Deutschland auf.
Die Umfrage wurde im Auftrag des Vergleichsportals GOLD.DE durchgeführt und am 7. September 2026, dem Tag des Goldes veröffentlicht. Das Portal setzt sich seit Jahren für mehr Aufklärung über finanzielle Themen ein. „Finanzielle Bildung ist entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft junger Menschen“, betont Korbinian G. Penzkofer, Geschäftsführer der ADEOS MEDIA GmbH, die hinter GOLD.DE steht.
Lücken im Finanzwissen: Von Inflation bis Risikostreuung
Die Umfrage offenbart erhebliche Wissenslücken bei grundlegenden Finanzthemen. Nur etwa die Hälfte der Befragten (52,2 Prozent) kennt die aktuelle Inflationsrate in Deutschland, und 40 Prozent überschätzen sie deutlich. Das Prinzip der Risikostreuung ist nur für 67,1 Prozent klar, während jeder Fünfte es mit reiner Zinsjagd verwechselt. Am besten schneiden die Befragten beim Unterschied zwischen Brutto- und Nettogehalt ab, doch auch hier weiß jeder Vierte nicht genau, was vom eigenen Lohn abgezogen wird.
Wer lehrt finanzielle Bildung?
Besonders auffällig ist, dass die Schule nur eine untergeordnete Rolle bei der Vermittlung von Finanzwissen spielt. Nur 9,8 Prozent der Befragten geben an, in der Schule etwas über den Umgang mit Geld gelernt zu haben. Deutlich wichtiger sind das Elternhaus (30,5 Prozent) und das Selbststudium (34,7 Prozent). Mit steigendem Alter verlagert sich die Wissensquelle zunehmend vom Elternhaus hin zum eigenständigen Lernen. Dies deutet darauf hin, dass strukturierte Finanzbildung im Bildungssystem fehlt.
Wissen vs. Handeln: Die Kluft bei Anlageformen
Die Umfrage zeigt auch eine deutliche Lücke zwischen Wissen und Handeln bei konkreten Anlageformen. Während 72 Prozent der Befragten Gold als Anlageform kennen, nutzen es nur 20,6 Prozent. Ähnliche Diskrepanzen zeigen sich bei Immobilien (72,6 Prozent kennen, 12,5 Prozent nutzen) und Kryptowährungen (71,6 Prozent kennen, 22,6 Prozent nutzen). Besonders beunruhigend ist, dass mehr als jeder Vierte (25,8 Prozent) aktuell überhaupt kein Geld anlegt – bei den 16- bis 20-Jährigen sind es sogar 35,1 Prozent.
GOLD.DE feiert zusammen mit Partnern wie der Rheinischen Scheidestätte GmbH den Tag des Goldes, um auf die Bedeutung finanzieller Bildung aufmerksam zu machen. Neben der Umfrage stellt das Portal kostenfreie Informationsangebote bereit, darunter einen Elternleitfaden mit Tipps zur altersgerechten Vermittlung von Finanzwissen.



