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15 Juli 2026

Bundeswehr investiert 35 Milliarden Euro in Satellitenprojekt mit OHB

Die Bundeswehr plant eine massive Investition in die militärische Weltraumsicherheit, wobei OHB eine zentrale Rolle spielt. Erfahren Sie mehr über dieses bahnbrechende Projekt.

Bundeswehr investiert 35 Milliarden Euro in Satellitenprojekt mit OHB

Die Bundeswehr plant bis 2030 eine massive Investition von 35 Milliarden Euro in die militärische Weltraumsicherheit. Ein zentraler Bestandteil dieses Projekts ist die Zusammenarbeit mit dem Satellitenbauer OHB. Am Dienstagmorgen besuchte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) das Unternehmen in Bremen, um sich vor Ort ein Bild von den geplanten Projekten zu machen.

OHB wird eine entscheidende Rolle bei der Lieferung von Kommunikationssatelliten für die Bundeswehr spielen. Diese Satelliten sollen ähnlich wie das Starlink-Projekt von Elon Musk funktionieren und die Kommunikation der Bundeswehr weltweit sichern. Der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs versicherte, dass die neuen Kommunikationssatelliten rechtzeitig 2027 geliefert werden.

Die Bedeutung der Satelliten für die Bundeswehr

Die geplanten Satelliten sind ein entscheidender Baustein für die künftige vollvernetzte Satellitenarchitektur der Bundeswehr. Pistorius betonte die Bedeutung dieser Investitionen für die weltweite Führungsfähigkeit und Autarkie der Bundeswehr. „Mit unserem Kommunikationssatelliten SatcomBW3 gehen wir einen entscheidenden Schritt. Es ist ein wirklich entscheidender Baustein für unsere künftige vollvernetzte Satellitenarchitektur,“ sagte Pistorius.

Die Bundeswehr plant, insgesamt 1200 Satelliten in den Orbit zu bringen. Diese Satelliten sollen die Kommunikation der Truppe weltweit sichern und die Führungsfähigkeit der Bundeswehr stärken. Pistorius betonte, dass diese Investitionen notwendig sind, um die Nato-Verpflichtungen zu erfüllen.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Ein zentrales Thema bei dem Treffen zwischen Pistorius und Fuchs war die Frage, wie die zahlreichen Satelliten in den Orbit gebracht werden sollen. Die bestehenden Raketen und Startplätze, einschließlich der Ariane 6 in Französisch-Guayana, reichen bei Weitem nicht aus. Pistorius und Fuchs diskutierten mögliche Lösungen, um zusätzliche Startkapazitäten zu schaffen.

Ein möglicher Ansatz wäre die Schaffung neuer Startplätze in Europa. Marco Fuchs dachte bei dem Treffen mit Pistorius an Launcher-Kapazitäten, die wesentlich näher am Äquator liegen. Auch die Idee einer Startrampe auf einem Schiff in der Nordsee ist bei OHB anscheinend nicht ganz vom Tisch.

Die Rolle von OHB und die Zukunft der Rüstungsindustrie

OHB spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Pläne der Bundeswehr. Das Unternehmen hat bereits Erfahrung in der Herstellung von Satelliten und ist ein wichtiger Partner für die Bundeswehr. Die Zusammenarbeit zwischen OHB und der Bundeswehr soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Die Rüstungsindustrie in Deutschland wächst und immer mehr Traditionsunternehmen sehen hier ein neues Geschäftsfeld. Die Investitionen in die militärische Weltraumsicherheit werden in den kommenden Jahren weiter steigen, was neue Möglichkeiten für Unternehmen wie OHB schafft. Die Rüstungsindustrie könnte auch dazu beitragen, verlorene Industriearbeitsplätze zu ersetzen.

Die Bundeswehr plant auch die Schaffung einer Außenstelle des Beschaffungsamts in Bremen. Pistorius betonte, dass die Planungen auf Hochtouren laufen und die ersten Büros bald angemietet werden sollen. Diese Außenstelle soll die Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und Unternehmen wie OHB weiter stärken.

Insgesamt zeigt das Projekt der Bundeswehr und OHB, wie wichtig die militärische Weltraumsicherheit in den kommenden Jahren sein wird. Die Investitionen in Satelliten und Startkapazitäten werden die Führungsfähigkeit der Bundeswehr stärken und die Nato-Verpflichtungen erfüllen.

Autor

Jonas Becker