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3 September 2026

Bitcoin, Ethereum und Co. starten schwach in den neuen Monat

Die größten Kryptowährungen starten mit Verlusten in den September. Bitcoin fällt auf 77.504 US-Dollar, während Ethereum, XRP und Solana ebenfalls Federn lassen.

Bitcoin, Ethereum und Co. starten schwach in den neuen Monat

Der September hat für Krypto-Investoren einen zweifelhaften Ruf. In den vergangenen Jahren zeigte sich der Monat oft als schwierig für digitale Währungen. Auch in diesem Jahr starten BitcoinEthereumXRP und Solana mit deutlichen Verlusten in den neuen Monat. Die Sorge vor höheren US-Zinsen schürt zusätzlich die Unsicherheit.

Die historische Performance der Kryptomärkte im September ist bezeichnend. Seit 2013 verzeichnete Bitcoin in diesem Monat durchschnittlich Verluste von 3,3 Prozent. Auch der S&P 500 zeigt seit Jahrzehnten eine Schwächephase im September. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von steuerlichen Anpassungen bis hin zu psychologischen Effekten.

Die aktuelle Marktlage im September 2026

Am Mittwochmorgen des 3. Septembers 2026 verzeichneten die großen Kryptowährungen deutliche Verluste. Bitcoin fiel um 1,56 Prozent auf 77.504 US-Dollar. Noch stärker betroffen war Ethereum das um 2,29 Prozent auf 2.412 US-Dollar nachgab. XRP verlor 2,41 Prozent und fiel auf 1,34 US-Dollar. Den größten Rückschlag verzeichnete Solana mit einem Minus von 3,61 Prozent.

Die Aussicht auf eine mögliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank belastet die Märkte zusätzlich. Finanzminister Scott Bessent versucht zwar, die langfristigen Renditen am US-Anleihemarkt zu drücken, doch bislang mit begrenztem Erfolg. Die hohen Renditen belasten nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch die Kryptowährungen und Edelmetalle.

Der September-Effekt: Warum der Monat so schwierig ist

Der September-Effekt beschreibt das historische Phänomen, dass die Märkte im September im Schnitt schwächer abschneiden als in anderen Monaten. Für den S&P 500 liegt der durchschnittliche Verlust im September bei 0,6 Prozent. Bei Bitcoin beträgt der durchschnittliche Verlust im September seit 2013 3,3 Prozent.

Die Gründe für diesen Effekt sind vielfältig. Einer der Hauptfaktoren ist die Rückkehr der Fondsmanager aus der Sommerpause. Diese schichten ihre Portfolios um und nehmen Gewinne mit, was den Verkaufsdruck erhöht. Zudem schließen viele Investmentfonds ihr Geschäftsjahr im September oder Oktober ab und verkaufen verlustreiche Aktien, um Steuern zu sparen. Ein weiterer Faktor ist die selbsterfüllende Prophezeiung. Weil das Muster weithin bekannt ist, positionieren sich Anleger schon im Vorfeld defensiver, was die Abwärtsbewegung zusätzlich verstärken kann.

Was ist jetzt zu erwarten?

Bitcoin hat zwar wieder Tritt gefasst, bleibt aber unter dem Hoch aus dem Mai und unter dem 50-Wochen-Durchschnitt. Sollten diese Niveaus zurückerobert werden, wäre das eine Bestätigung für eine größere Trendwende. Andernfalls könnte es zunächst noch einmal bis zum 200-Tage-Durchschnitt zurückgehen, der dann entscheidend wäre.

Beim S&P 500 ist seit einiger Zeit eine aufwärtsgerichtete Konsolidierung zu beobachten, die noch bis Anfang Oktober anhalten könnte. Der Nasdaq 100 bewegt sich in einem zunehmend engeren Dreieck, das in der Regel als Fortsetzungsmuster gilt. Da dem eine kräftige Aufwärtsbewegung vorausging, ist ein Ausbruch nach oben am Ende wahrscheinlicher.

Wichtige Termine, die die Entwicklung im kommenden Monat beeinflussen dürften, sind der US-Arbeitsmarktbericht am 5. September, die US-Inflationsdaten am 10. und 11. September sowie die US-Zinsentscheidung am 16. September. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung liegt derzeit bei 66 Prozent. Schwächere Arbeitsmarktdaten oder niedrigere Inflationszahlen könnten diese Wahrscheinlichkeit senken.

Zusätzlich bleibt der Krieg zwischen Iran und den Vereinigten Staaten ein Thema für Anleger. Vor allem der Ölpreis ist entscheidend, da er die Inflation beeinflusst und damit die Zinspolitik der Zentralbanken.

Autor

Jonas Becker