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16 Juni 2026

Bankman-Frieds Berufung abgelehnt: 25 Jahre Haft für den FTX-Gründer

Sam Bankman-Fried, einst als Krypto-Visionär gefeiert, sieht seine Berufung gegen eine 25-jährige Haftstrafe scheitern. Was sind die Hintergründe?

Bankman-Frieds Berufung abgelehnt: 25 Jahre Haft für den FTX-Gründer

Sam Bankman-Fried, der einst als Finanzgenie und Galionsfigur der Kryptowährungsbranche gefeiert wurde, hat einen herben Rückschlag erlitten. Sein Berufungsantrag gegen die Verurteilung wegen Betrugs wurde vom Gericht abgelehnt. Die drei Richter des Berufungsgerichts sahen keinen Grund, das ursprüngliche Urteil zu kippen, das eine Haftstrafe von 25 Jahren vorsieht.

Bankman-Fried, der Gründer der einstigen Krypto-Börse FTXhat nun noch die Möglichkeit, eine Prüfung durch das gesamte Gericht zu beantragen oder sich an den Obersten Gerichtshof der USA zu wenden. Doch die Aussichten sind düster. Der 34-Jährige muss sich auf eine lange Haftstrafe einstellen, es sei denn, es gelingt ihm, in höheren Instanzen Erfolg zu haben.

Der Zusammenbruch von FTX und die juristischen Folgen

Ende 2026 brach FTX, einer der größten Handelsplätze für Kryptowährungen wie Bitcoinspektakulär zusammen. Bankman-Fried wurde auf den Bahamas festgenommen und an die USA ausgeliefert. Im Jahr 2026 wurde er schließlich wegen Veruntreuung von Kundenvermögen verurteilt. Derzeit läuft noch ein Berufungsverfahren, doch die ersten Schritte sind bereits gescheitert.

Die Anklage warf Bankman-Fried vor, dass er über seinen Hedgefonds Alameda Research riskante Geschäfte gemacht und sich Mittel bei FTX geliehen hatte. Dabei hätten eigentlich Sicherheiten hinterlegt werden müssen. Doch die Computersystemedie dafür sorgen sollten, machten eine heimliche Ausnahme für Alameda. Dadurch konnte der Hedgefonds bei FTX so tief ins Minus gehen, wie er wollte. Als die Geschäfte von Alameda schiefgingen, klaffte in der FTX-Kasse ein Milliarden-Loch.

Die Verteidigung und die Berufungsgründe

Bankman-Frieds Verteidigung argumentierte, dass FTX zwar in einer Liquiditätskrise gesteckt habe, aber grundsätzlich zahlungsfähig gewesen sei. Diese Position war auch die Basis für seine Berufung. Der Richter hatte in dem Verfahren an einem Bezirksgericht den Anwälten verboten, den Geschworenen zu sagen, dass FTX trotz Insolvenz in der Lage gewesen sei, Anlegern das Geld zurückzuzahlen. Bankman-Frieds Anwälte sahen darin einen Fehler.

Die Richter am Berufungsgericht befanden jedoch, dies sei irrelevant, da der Betrug bereits bei der Überweisung an Alameda passiert sei. Damit wurde der Berufungsantrag abgelehnt. Bankman-Fried bleibt nun nur noch der Weg in höhere Instanzen oder eine mögliche Begnadigung.

Die Aussichten auf Begnadigung

Bankman-Fried hat bereits um eine Begnadigung ersucht. Allerdings geht aus den Informationen im System des US-Justizministeriums hervor, dass er zumindest derzeit erst nach Ablauf seiner 25-jährigen Haftstrafe begnadigt werden will. Nach US-Recht kann man dadurch etwa das Wahlrecht wiedererlangen. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Jahres in einem Interview der New York Times gesagt, er habe nicht vor, Bankman-Fried zu begnadigen.

Die Zukunft von Sam Bankman-Fried sieht also düster aus. Ob er in höheren Instanzen Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass der einstige Krypto-König nun mit den Konsequenzen seines Handelns konfrontiert wird.

Autor

Jonas Becker