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24 Oktober 2026

Analyse der P2P-Kredite im dritten Quartal 2026

Im Q3 2026 steigert das P2P‑Portfolio die Rendite, während Ventus‑Losses und neue Positionen das Bild prägen.

Analyse der P2P-Kredite im dritten Quartal 2026

Nach einem turbulenten zweiten Quartal präsentiert sich das dritte Quartal 2026 überraschend ruhig. Die Stimmung der Anleger hat sich merklich erholt – ein Umstand, der nicht nur subjektiv wirkt, sondern sich in den Zahlen meines Blogs widerspiegelt. In diesem Bericht wird dargelegt, welche Faktoren zu diesem Aufschwung geführt haben und welche Schritte für das kommende Quartal geplant sind.

Gesamtperformance des Portfolios

Das gesamte Anlagevermögen verzeichnete im dritten Quartal einen Zuwachs von +3,9 %. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das eine Steigerung von +1,3 %. An erster Stelle stehen nach wie vor die Einzelaktien mit einer Rendite von +15,1 %, gefolgt von ETFs und CEFs (+8,6 %) und den P2P-Krediten selbst (+8,1 %). Die Cash-Verzinsung lag bei +1,9 %. Die REIT-Klasse erlitt mit -0,2 % einen leichten Rückgang, während Kryptowährungen weiter im Minus blieben (-20,4 %), jedoch wurden die Krypto-Bestände komplett in das reguläre Börsenvermögen umgewandelt, um die monatlichen Cash-Flows zu stärken.

P2P-Kredit-Portfolio im Detail

Der Regulierungsstatus bleibt ein zentrales Kriterium: derzeit befinden sich +3 % des Kapitals auf regulierten Plattformen, während -3 % auf unregulierten Anbietern liegt. Trotz des leichten Negativgewichts werden unregulierte Plattformen wegen ihrer höheren Renditechancen weiterhin beibehalten. Die größten Positionen sind nach wie vor Go & Grow, PeerBerry, LANDE und ein zusätzlicher Account bei Monefit SmartSaver. Ventus Energy bleibt die zweitgrößte Position, ihr Anteil sank jedoch leicht auf unter 14 %, bedingt durch regelmäßige Abschreibungen. Weitere Entwicklungen umfassen die Rückkehr von Revest im Rahmen einer Cashback-Aktion und die Aufnahme von Millea als neue, jedoch bislang noch geringe, Komponente.

Entwicklung über die letzten Quartale

Der Kontostand des P2P-Portfolios stieg von 382.432 € im Q4 2023 auf 851.686 € im Q3 2026, was einer durchschnittlichen Quartalsveränderung von +8,74 % entspricht. Der Anteil am Gesamtinvestment erreichte damit 20,41 %. Das Ziel, bis Jahresende die 750-000-Euro-Marke zu halten und den prozentualen Anteil unter 20 % zu drücken, bleibt ambitioniert, da es stark von einer möglichen Aktien-Rallye am Jahresende abhängt.

Einnahmen, Abschreibungen und Plattform-Updates

Im betrachteten Quartal wurden aus P2P-Krediten nahezu 6.000 € an Zinsen realisiert. Der besonders starke August brachte dank einer Rückerstattung von Loanch rund 8.100 € ein. Gleichzeitig belasten monatliche Abschreibungen von etwa 1.850 € das Ergebnis, wobei die meisten Verluste derzeit von Estateguru stammen. Ventus Energy hat ab Juni wieder Rückflüsse erzeugt, die bereits im September als regulärer Ertrag verbucht wurden. Die Rating-Übersicht der Plattformen wurde zum Quartalsende aktualisiert, wobei ein neues Scoring-Modell für Kreditgeber eingeführt wurde, um die Vergleichbarkeit zu erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das P2P-Portfolio im dritten Quartal 2026 sowohl in absoluten Zahlen als auch in prozentualer Entwicklung positive Impulse erhalten hat. Die Kombination aus gestärkter Anlegerstimmung, gezielten Aufstockungen auf soliden Plattformen und der Integration neuer Angebote verspricht weiterhin ein ausgewogenes Verhältnis von Risiko und Ertrag.

Autor

Markus Weber