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21 Juli 2026

Aktuelle Trends bei P2P-Krediten: Devon, Aventus Group und Bondora im Fokus

Die Welt der P2P-Kredite entwickelt sich rasant. Devon reagiert auf regulatorische Herausforderungen, während die Aventus Group ein starkes erstes Halbjahr 2026 verzeichnet. Bondora veröffentlicht neue Portfoliozahlen und Hive5 äußert sich zu seinem Marktplatzmodell.

Aktuelle Trends bei P2P-Krediten: Devon, Aventus Group und Bondora im Fokus

Die P2P-Kreditbranche erlebt derzeit bedeutende Veränderungen. In dieser Woche stehen insbesondere die Plattformen DevonAventus Group und Bondora im Rampenlicht. Während Devon mit einer umfassenden Neuausrichtung auf regulatorische Herausforderungen reagiert, meldet die Aventus Group ein starkes erstes Halbjahr 2026. Bondora veröffentlicht neue Portfoliozahlen, die für Anleger von Interesse sind.

Diese Entwicklungen zeigen, wie dynamisch und anpassungsfähig die P2P-Kreditbranche ist. Investoren sollten diese Neuigkeiten genau verfolgen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Im Folgenden werfen wir einen detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse.

Devon reagiert mit umfassenden Maßnahmen auf regulatorische Herausforderungen

Die P2P-Kreditplattform Devon hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um auf die aktuellen regulatorischen Herausforderungen zu reagieren. Janis Lagzdins Eigentümer und CEO der MJL Group betonte die strategische Ausrichtung der Plattform. Devon strebt eine Umstellung auf das AIFP-Regime (Alternative Investment Fund) an, begleitet von einem vollständigen Investmentprospekt zur Prüfung durch die estnische Finanzaufsicht.

Für Retail-Investoren soll eine Zweckgesellschaft eingeführt werden, die das Anlegerkapital bündelt und in den Hauptfonds investiert. Die überarbeitete Kreditvertragsstruktur wurde von 96 Prozent der Community akzeptiert. Zudem werden die Kreditverträge derzeit unabhängig geprüft, unter anderem durch ein rechtliches Gutachten von KPMG Germany zu deutschem und EU-Finanzrecht.

Die MJL Group bereitet zudem eine Anleiheemission vor, die als Liquiditätspuffer für unvorhergesehene regulatorische Anweisungen dienen soll. Die Gruppe verweist auf ihre Vermögensbasis, die ein Immobilienportfolio von über 40 Millionen Euro umfasst. Interessanterweise plant Devon auch eine Migration zu einem neuen Softwareanbieter, der ein automatisiertes regulatorisches Reporting und eine Trennung der Kundengelder ermöglicht.

Aventus Group verzeichnet starkes erstes Halbjahr 2026

Die Aventus Group wichtigster Geschäftspartner der P2P-Plattform PeerBerry hat für das erste Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 49,1 Mio. EUR gemeldet. Die angeschlossenen Kreditgeber vergaben in diesem Zeitraum Kredite über 851,6 Mio. EUR. Das Kreditportfolio der Gruppe erreichte ein Plus von 37,2 Prozent gegenüber Ende 2026 und wuchs bis Ende Juni auf 468,7 Mio. EUR.

Auch das Eigenkapital stieg kräftig auf 264,2 Mio. EUR, ein Anstieg von 17,7 Prozent seit Jahresende 2026. Die Aventus Group ist mittlerweile in mehr als 20 Ländern in Europa, Asien, Afrika und Amerika aktiv. Für 2026 sind unter anderem Markteintritte in Brasilien und Sambia geplant. Seit der Gründung 2009 hat die Gruppe insgesamt mehr als 7 Mrd. EUR an Krediten vergeben.

Aktuell können PeerBerry-Investoren in Kredite von 30 Aventus Group-Kreditgebern aus 16 Ländern investieren. Aufgrund der anhaltend guten Nachrichten und des klaren Aufwärtstrends im ausstehenden Kreditportfolio, habe ich mich dazu entschieden, mein Portfolio auf PeerBerry wieder regelmäßig zu erhöhen.

Bondora veröffentlicht neue Portfoliozahlen

Bondora hat einen neuen Transparenzbericht zum Kreditportfolio hinter Go & Grow veröffentlicht. Fast 80 Prozent aller vergebenen Kredite befinden sich im gesunden und aktiven Status. Der Anteil der Kredite in den niedrigeren Risikokategorien AA bis C nimmt in allen Märkten zu.

Bei ausgefallenen Krediten über 1.000 EUR liegt die typische Rückgewinnung bei 667 EUR in Estland 689 EUR in Finnland 667 EUR in Lettland und 667 EUR in den Niederlanden prognostiziert über einen Zeitraum von zehn Jahren. In den ersten drei Jahren nach einem Ausfall gewinnt Bondora je nach Land zwischen 31 und 54 Prozent des ausstehenden Kapitals zurück.

Die prognostizierte interne Rendite des Kreditportfolios lag laut Bondora in den vergangenen Jahren stets über der Go & Grow-Zielrendite von bis zu 6 Prozent p.a. Für 2026 rechnet man mit einer Rendite von 19,1 Prozent und damit mit einem Puffer von 13,1 Prozent zu den 6 Prozent. Bondora verdient gerade eine Menge Geld, was für Anleger positiv ist.

Autor

Jonas Becker