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19 Juli 2026

Ventus Energy: P2P-Plattform stellt Betrieb ein und leitet Abwicklung ein

Ventus Energy hat den Betrieb eingestellt und leitet eine geordnete Abwicklung ein. Die BaFin hat die Annahme neuer Gelder untersagt. Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen.

Ventus Energy: P2P-Plattform stellt Betrieb ein und leitet Abwicklung ein

Ventus Energy stellte den Betrieb als P2P-Plattform in Deutschland ein und leitete unter estnischem Restrukturierungsrecht eine geordnete Abwicklung ein, nachdem die BaFin die Annahme neuer Gelder untersagte. Der Schritt folgte auf eine stark beeinträchtigte Banking-Infrastruktur und umfasst das sofortige Stoppen neuer Einzahlungen, das Aussetzen von Zinszahlungen sowie des Early Exit-Programms.

Die Entwicklung ist für Anleger relevant, weil die Plattform ihr Energieportfolio verkaufen will, um die vollständige Rückzahlung zu ermöglichen. Die Verantwortlichen stellten klar, dass die Rückzahlungen Priorität haben und der Abbau des Portfolios die zentrale Liquiditätsquelle darstellt. Letztes Update: 13. Juni 2026.

BaFin-Untersagung und Folgen für den Betrieb

Die BaFin untersagte die Annahme neuer Einzahlungen von deutschen Anlegern, womit der operative Rahmen von Ventus Energy in Deutschland faktisch entfiel. In der Folge galt die Banking-Infrastruktur als schwer beeinträchtigt, wodurch Kernprozesse der P2P-Plattform nicht mehr verlässlich ausführbar waren. Diese Kombination aus regulatorischer Auflage und technischer Einschränkung löste das Ende des operativen Geschäfts aus. Die Aufsicht blieb in der Rolle, die Lage zu überwachen und die Anlegerinteressen zu schützen, während die Plattform auf Restrukturierung umstellte.

Maßnahmen der Abwicklung unter estnischem Recht

Die Verantwortlichen entschieden sich für eine geordnete Abwicklung nach estnischem Restrukturierungsrechtum einen klaren rechtlichen Rahmen zu nutzen. Der Plan beinhaltete drei sofortige Maßnahmen: Stopp neuer Einzahlungen, Aussetzung laufender Zinszahlungen und Stilllegung des Early Exit. Zentrales Element ist der Verkauf des Energieportfoliosder die Rückflüsse für die Rückzahlung bereitstellen soll. Die Plattform kommunizierte, dass dieser Verkauf Priorität hat. Ein detaillierter Zeitrahmen wurde nicht veröffentlicht, der Ansatz zielt jedoch auf eine strukturierte und transparente Abwicklung der Gläubigeransprüche.

Auswirkungen auf Anleger und Status der Rückzahlungen

Für Anleger bedeutete der Schritt kurzfristig ausbleibende Zinszahlungen und die Blockierung weiterer Einzahlungen, verbunden mit dem Aussetzen des Early Exit. Gleichzeitig stellte Ventus Energy in Aussicht, die Investitionen vollständig zu erstatten, finanziert aus dem Verkauf des Energieportfolios. Die Plattform ordnete alle Maßnahmen dem Schutz der Anlegergelder unter und koppelte den Rückzahlungsfortschritt an die Verwertung der Vermögenswerte. Der konkrete Ablauf und die Verwertungsschritte wurden nicht im Detail terminiert, sollen aber schrittweise in den kommenden Wochen und Monaten sichtbar werden.

Verkauf des Energieportfolios und Ausblick auf den Prozess

Der geplante Portfolioverkauf bildet den Kern des Liquiditätsplans zur vollständigen Rückzahlung. Die Entscheidung für das estnische Restrukturierungsrecht soll den Prozess rechtssicher und effizient gestalten und die Position der Gläubiger ordnen. Während operative Aktivitäten endeten, blieb der Fokus auf der Abwicklung und der Sicherung der Mittel. Ohne präzise Zeitangaben bleibt offen, wann erste Rückflüsse erfolgen, doch die Priorisierung des Portfolioverkaufs ist klar definiert und bildet die Grundlage des weiteren Vorgehens.

Autor

Markus Weber