In der aufregenden Welt der Peer-to-Peer-Kredite gibt es immer wieder spannende Neuigkeiten, die Investoren auf dem Laufenden halten sollten. Diese Woche haben wir interessante Entwicklungen von verschiedenen Plattformen, darunter die vollständige Rückzahlung der Philippinen-Investments durch Twino, die Einführung eines Zweitmarktes bei PeerBerry und Anpassungen bei Nectaro.
Werfen wir einen genaueren Blick auf die wichtigsten Ereignisse.
Twinos Rückzahlung der Philippinen-Investments
Die Nachricht aus dem Hause Twino ist für viele Anleger eine erfreuliche Überraschung. Twino hat es geschafft, die ausstehenden Rückstände aus den Philippinen vollständig zu begleichen. Dies umfasst sowohl das investierte Kapital als auch die aufgelaufenen Zinsen. Die Rückzahlungen beziehen sich auf alle mit VAMO Philippines verbundenen Investments und bringen damit eine endgültige Klärung in eine Angelegenheit, die für viele längst als verloren geglaubt wurde.
Herausforderungen bei der Rückabwicklung
Die Rückzahlung war alles andere als einfach. Twino musste zahlreiche rechtliche Hürden überwinden und sich mit verschiedenen lokalen Behörden und Partnern abstimmen. Trotz dieser Schwierigkeiten hat die Plattform hartnäckig an der Lösung des Problems gearbeitet und schließlich eine vollständige Rückerstattung ohne Teilabschreibungen erreicht. Dies zeigt, dass es möglich ist, auch in einem herausfordernden Marktumfeld positive Ergebnisse zu erzielen.
PeerBerry und der neue Zweitmarkt
PeerBerry hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die Liquidität für Investoren zu erhöhen. Der kürzlich eingeführte Zweitmarkt ermöglicht es Anlegern, ihre bestehenden Investments zu verkaufen und somit flexibler zu agieren. Diese Neuerung kommt vielen Anlegern entgegen, die in unsicheren Zeiten schnell auf Veränderungen reagieren möchten.
Funktionsweise des Zweitmarktes
Der Zweitmarkt ist vorerst über die Desktop-Version zugänglich, eine mobile Integration ist jedoch für die nahe Zukunft geplant. Investoren können ihre Anteile ohne Gebühren anbieten, entweder zum Restwert oder mit einem Rabatt von bis zu 50 Prozent. Die Verkaufsangebote sind auf eine Dauer von maximal 14 Tagen begrenzt und verfallen automatisch, wenn kein Käufer gefunden wird. Teilverkäufe sind nicht erlaubt, um den Prozess zu vereinfachen.
Nectaro passt Zahlungsfrequenzen an
Nectaro hat ebenfalls Änderungen vorgenommen, um die Effizienz zu steigern. Die Plattform wird die Zahlungsfrequenzen für Zinsen und Steuern anpassen. Künftig erhalten Anleger wöchentliche Gutschriften für privatkreditbesicherte Investments, während unternehmenskreditbesicherte Erträge monatlich verbucht werden. Diese Anpassung soll die unnötige Flut an Mini-Buchungen reduzieren, die oft unter fünf Euro lagen und für Verwirrung sorgten.
Vorteile für Anleger
Durch die Zusammenfassung der Zahlungen wird nicht nur die Übersichtlichkeit erhöht, sondern auch die technische Last auf der Plattform verringert. Anleger müssen sich nicht mehr um tägliche Kleinstbeträge kümmern, was die Abrechnungen klarer und nachvollziehbarer macht. Diese Umstellung tritt am 21. Januar in Kraft und erfordert keine weiteren Maßnahmen von den Nutzern.
Weitere Entwicklungen bei Ventus Energy und Devon
Ventus Energy hat in Lettland eine bedeutende Genehmigung für ein Batteriespeichersystem erhalten, das zur Netzstabilisierung dient. Damit ist die Plattform nun als erster privater Stromerzeuger in Lettland aktiv. Diese Erlaubnis ist für die Bereitstellung von Frequenzregelungsdiensten entscheidend, die innerhalb von Millisekunden auf Veränderungen im Stromnetz reagieren.
Außerdem meldet Devon positive Fortschritte und Rückzahlungen an frühere Investoren. Bis Ende 2026 wurden bereits über 1 Million Euro zurückgezahlt, was das Vertrauen in die Plattform stärkt. Mit einem umfassenden Prüfbericht in der Hinterhand zeigt Devon Transparenz und Engagement für seine Anleger.
Insgesamt zeigen die jüngsten Entwicklungen im P2P-Kredite-Sektor, dass es trotz Herausforderungen Möglichkeiten gibt, Vertrauen zu schaffen und Investoren zu überzeugen. Die Rückzahlungen und neuen Funktionen der Plattformen bieten Hoffnung und Perspektiven für die Zukunft.
