Die USA setzen ihre Bemühungen fort, die Krypto-Industrie zu regulieren, wobei Stablecoins im Mittelpunkt stehen. Finanzminister Scott Bessent hat nun die Initiative ergriffen und fordert die Zusammenarbeit der Branche.
Am 17. August 2026 legte das US-Finanzministerium einen neuen Regelentwurf vor, der die Umsetzung des GENIUS Act vorantreibt. Dieser Entwurf definiert die Bedingungen, unter denen Stablecoins in den USA ausgegeben, angeboten und verkauft werden dürfen. Nach der Veröffentlichung im Federal Register haben Marktteilnehmer 60 Tage Zeit, Anmerkungen einzureichen.
Neue Definitionen und Vorgaben für Stablecoins
Der Entwurf konzentriert sich auf die Definition zentraler Begriffe im Stablecoin-Geschäft, wie etwa die Bedingungen, unter denen ein Stablecoin als „ausgegeben“ gilt oder welche Lizenzen Anbieter benötigen. Besonders streng sind die Vorgaben für ausländische Anbieter: Diese müssen nachweisen, dass sie einer vergleichbaren Regulierung in ihrem Herkunftsland unterliegen und bereit sind, behördlichen Anordnungen sowie zwischenstaatlichen Vereinbarungen nachzukommen. Zudem ist eine Registrierung bei der Bankenbehörde OCC erforderlich.
Scott Bessent lobte die neuen Anpassungen in einer Presseerklärung. Für ihn sind diese Maßnahmen entscheidend für die regulatorische Klarheit in den USA und das Ziel, die USA zur Krypto-Hauptstadt der Welt zu machen.
Der CLARITY Act: Ein Sorgenkind der US-Krypto-Strategie
Während der GENIUS Act kurz vor der Umsetzung steht, gibt es beim CLARITY Act erhebliche Verzögerungen. Eigentlich sollte das Gesetz bereits im US-Senat beschlossen sein, doch anhaltende Streitigkeiten über Stablecoins und Ethik-Regeln haben das Vorhaben ins Stocken gebracht. Eine finale Abstimmung ist nun für September geplant, doch der Ausgang bleibt ungewiss.
Der GENIUS Act, der vor über einem Jahr vom US-Kongress beschlossen wurde, soll im Januar 2027 in Kraft treten. Der CLARITY Act hingegen bleibt ein ungelöstes Problem, das die regulatorische Landschaft der USA weiter verunsichert.



