Die Finanzwelt bringt derzeit mehrere Themen zusammen, die Anleger und Privatpersonen betreffen: die finale Einstellung des Betriebs bei Rendity, eine neue Betrugsmasche auf Kleinanzeigenplattformen mit falschen PayPal‑Links und Fragen zur Altersvorsorge für Selbständige. Dieser Beitrag fasst die Fakten zusammen, erklärt die Risiken und nennt konkrete Schritte, wie Betroffene handeln können.
Die Informationen stammen aus mehreren Quellen: die Meldung zur Rendity‑Abwicklung, Berichte zu Phishing‑Fällen bei Kleinanzeigen (u. a.
ein Beitrag vom 23.02.2026) sowie eine Fallstudie zur Rentensituation Selbständiger, die in der FAZ am 24.02.2026 diskutiert wurde. Alle Angaben werden sachlich wiedergegeben und sollen als Entscheidungsgrundlage dienen.
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Rendity: Betrieb eingestellt und Abwicklung gestartet
Die Plattform Rendity hat ihren Betrieb endgültig eingestellt. Betroffen sind laut veröffentlichter Angaben rund 38.000 Anleger und ein vermitteltes Volumen von über 150 Millionen Euro. Die Betreiber haben die Abwicklung eingeleitet; wie viel Kapital für Anleger rückzahlbar bleibt, ist derzeit unklar. Für viele Investoren entsteht dadurch eine unmittelbare Unsicherheit, weil laufende Darlehen und ausstehende Zahlungen betroffen sind.
Wichtige Punkte für Betroffene: Dokumente sichern, Transaktionen protokollieren und Informationen zur Abwicklung sammeln. Es ist sinnvoll, zeitnah Kontakt zu offiziellen Ansprechpartnern aufzunehmen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einzuholen. Die Situation ähnelt anderen Insolvenzfällen in der P2P‑Branche, bei denen die Rückflüsse stark variieren können.
Weitere Plattformen und Produktentwicklungen
Estateguru kämpft weiterhin mit einer größeren Zahl notleidender Immobilienkredite, wobei vor allem deutsche Projekte Belastungen zeigen. Bei InRento gerieten erstmals zwei Projekte unter Druck, was Investoren nervös macht. Parallel dazu bringt Afranga ein neues Festzinsprodukt namens SaveSmart auf den Markt, das mit monatlicher Zinszahlung beworben wird; solche Produkte können für Anleger interessant sein, erhöhen aber auch die Komplexität der Portfolio‑Betrachtung.
Im ersten Q&A gab FF Forest Einblicke in den Handel mit CO2‑Zertifikaten, die Expansionspläne und das Interesse von institutionellen Investoren. Zudem wurden mögliche Auswirkungen angekündigter Zinssenkungen für die Produktlandschaft diskutiert. Anleger sollten diese Signale nutzen, um ihr Risiko‑ und Diversifikationsprofil zu prüfen.
Handlungsempfehlungen für P2P‑Anleger
Grundregeln: Streuen, Risiken kleinhalten und Liquidität planen. Prüfen Sie die Dokumentation zu jedem Projekt und bewerten Sie Notfallpläne der Plattformbetreiber. Ein Notfallordner mit Kontoauszügen, Vertragsunterlagen und Kommunikation kann später helfen, Ansprüche nachzuverfolgen.
Neue Betrugsmasche auf Kleinanzeigen: falsche PayPal‑Links
Bei privaten Verkäufen kursiert eine raffinierte Phishing‑Masche, bei der Kriminelle mit angeblichen PayPal‑Links arbeiten. Ein Fall, der am 23.02.2026 öffentlich wurde, zeigt das Vorgehen: Verkäufer erhalten zunächst eine harmlose Anfrage, danach eine E‑Mail mit einem Link, der vermeintlich von der Plattform oder von PayPal stammt. Wer diesem Link folgt und Zugangsdaten oder Bankdaten eingibt, übermittelt sie direkt an die Täter.
Konsequenz: In einem dokumentierten Fall verlor eine Frau fast 2.000 Euro nach Eingabe ihrer Daten und einer Echtzeitüberweisung. Die Polizei betont, dass Zahlungen über die offizielle Plattformfunktion und das Verbleiben innerhalb der App Schutz bieten.
Praktische Schutzregeln
Empfehlungen: Niemals externe Links anklicken; keine sensiblen Daten per Mail preisgeben; ausschließlich offizielle Bezahlwege der Plattform nutzen und die Absenderadresse prüfen. Misstrauen ist angebracht, wenn ein Interessent schnell auf außerhalb der Plattform vorgeschlagene Zahlwege besteht—das ist ein typisches Warnsignal.
Rentenlücke bei Selbständigen: Beispielrechnung und Strategien
Ein Szenario aus der FAZ beleuchtet die Situation eines 65‑Jährigen, der während seines Berufslebens phasenweise selbständig war und nicht in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat. Er verfügt über 120.000 Euro Ersparnisse und fragt, ob das für die Rente reicht (Quelle: FAZ, 24.02.2026). Solche Fälle zeigen, dass Kapital allein oft nicht ausreicht; die richtige Anlagestrategie und Entnahmemodelle sind entscheidend.
Wichtige Überlegungen: Lebensdauer‑Schätzungen, Inflationsanpassung, steuerliche Aspekte und die Mischung aus liquiden Mitteln, Rentenprodukten und defensiven Anlagen. Für Selbständige empfiehlt sich eine individuelle Planung—gegebenenfalls mit Beratung durch eine unabhängige Finanzplanung.
Konkrete Tipps zur Altersvorsorge
Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche Rücklagen existieren, welche Einnahmen sind erwartbar, welche Ausgaben sind zu decken? Prüfen Sie private Rentenprodukte, staatlich geförderte Modelle und konservative Entnahmestrategien. Diversifikation und regelmäßige Überprüfung der Strategie sind essenziell.
Transparenz, Dokumentensicherung und gezielte Planung für die Altersvorsorge helfen, finanzielle Schäden zu begrenzen und langfristig Sicherheit aufzubauen.
