MyPeak Finance stellt ein neuartiges Investmentformat vor: Zinszahlungen, die direkt an die Erträge aus dem Wintertourismus gekoppelt sind. Die Plattform wird von einer Unternehmensgruppe betrieben, die nach eigenen Angaben lange Erfahrung im Bergtourismus hat. Sparkapital fließt in Infrastruktur- und Projektfinanzierungen — etwa Lifte, Beschneiungsanlagen, Bergbahnen und Unterkünfte — und die daraus erzielten Einnahmen sollen die Grundlage für Anlegervergütungen bilden.
Wie das Modell funktioniert
MyPeak bündelt operative Erlöse aus dem Skitourismus und macht sie zum Zahlungsstrom für strukturierte Finanzprodukte.
Investiert wird in konkrete Infrastrukturprojekte; die laufenden Einnahmen — Skipässe, Gastronomie, Mietangebote und Serviceleistungen vor Ort — sollen zur Bedienung der Zinsen herangezogen werden. Entscheidend für Anleger ist die rechtliche Ausgestaltung: Handelt es sich um Darlehen, festverzinsliche Papiere oder echte Beteiligungen? Diese Unterscheidung beeinflusst Liquidität, Haftungsregeln und die steuerliche Behandlung.
Renditequellen und Vertragsgestaltung
Zu den erwarteten Ertragsquellen zählen Saisonkarten, Gastronomieumsätze, Vermietungen und Zusatzservices wie Events oder Shuttle-Angebote. MyPeak gibt an, Erträge entweder als feste Zinszahlungen oder als gewinnabhängige Ausschüttungen zu strukturieren. Anleger sollten genau prüfen, welche vertraglichen Sicherheiten hinterlegt sind, wie Cashflows priorisiert werden und ob es Mechanismen zur Absicherung saisonaler Einbrüche gibt.
Warum Branchenkenntnis zählt — Chancen und Grenzen
Eine erfahrene Betreibergruppe kann Prozesse effizienter machen, Netzwerke für Marketing und Kooperationen bereitstellen sowie Investitionsentscheidungen fundierter treffen. Das reduziert bestimmte operative Risiken. Gleichzeitig bleibt das Geschäftsmodell stark wetterabhängig und regionalen Regelungen unterworfen: Lawinenrisiko, Umweltauflagen oder kommunale Gebühren können Erträge kurzfristig dämpfen.
Operative Hebel und verbleibende Unsicherheiten
Standorte mit konstant hoher Besucherzahl liefern verlässlichere Umsätze. Wenn MyPeak mehrere Projekte bündelt, kann das einzelne Schwankungen auffangen und Diversifikation schaffen. Trotz dieser Hebel bleiben hohe Fixkosten (Personal, Instandhaltung), naturbedingte Gefahren und die Abhängigkeit von guten Wintersaisons zentrale Risikofaktoren.
Wesentliche Risiken und Fragen für Anleger
Wichtige Risikofaktoren:
– Wetter- und Saisonschwankungen mit Umsatzvolatilität
– Hohe Fixkosten und kostspielige Instandhaltung
– Regulatorische oder konzessionelle Beschränkungen in Bergregionen
– Saisonale Liquiditätsengpässe bis hin zu Insolvenzrisiken einzelner Betreiber
Konkrete Fragen, die Sie klären sollten:
– Welche Rechtsform hat das Investment (Darlehen, Anleihe, Beteiligung)? Wie wirken sich daraus Haftung und Insolvenzreihenfolge aus?
– Welche Sicherheiten oder Pfandrechte sind eingeräumt?
– Wie werden Cashflows vertraglich priorisiert — wer bekommt zuerst Zinsen, wer haftet bei Engpässen?
– Gibt es Rückkauf- oder Exit-Klauseln und wie flexibel sind Laufzeiten und Kündigungsfristen?
– Welche Versicherungen und Risikopuffer existieren für schlechte Saisons?
Prüfliste für Interessenten
Gehen Sie strukturiert vor:
1. Prüfen Sie Bonität und Track-Record der verantwortlichen Gruppe: Referenzprojekte, Jahresabschlüsse, Managementhintergrund.
2. Fordern Sie vollständige Vertragsunterlagen an: Zahlungspläne, Sicherheitsverträge, Insolvenzregelungen.
3. Lassen Sie operative Cashflows und Businesspläne sehen — idealerweise mit unabhängigen Gutachten zur Werthaltigkeit der Assets.
4. Klären Sie steuerliche Konsequenzen mit einem Steuerberater.
5. Achten Sie auf Transparenz: regelmäßige, prüffähige Reports sollten vertraglich zugesichert sein.
6. Bewerten Sie die Diversifikationsoptionen innerhalb der Plattform: Streuung über verschiedene Standorte reduziert Klumpenrisiken.
Due-Diligence-Hinweise
– Verlangen Sie Nachweise zu tatsächlichen Erlösen (z. B. Ticketzahlen, Belegungsraten, Umsatzberichte).
– Prüfen Sie Versicherungsdeckungen (Betriebsunterbrechung, Naturgefahren, Haftpflicht).
– Achten Sie auf unabhängige Bewertungen der zugrunde liegenden Infrastruktur.
– Klären Sie, wie Verluste verteilt werden und ob es Reserven für schwache Saisons gibt.
Handlungsempfehlungen für jüngere Anleger
Junge Anleger sollten besonders auf Liquidität, Laufzeit und Exit-Optionen achten. Investments, die an saisonale Erträge gekoppelt sind, können attraktive Renditen bieten — bergen aber auch höhere Volatilität. Prüfen Sie, ob das Produkt zu Ihrem Risikoprofil passt und ob Sie den Kapitalbindungszeitraum stemmen können. Nutzen Sie professionelle Beratung, bevor Sie größere Summen binden.
Wie das Modell funktioniert
MyPeak bündelt operative Erlöse aus dem Skitourismus und macht sie zum Zahlungsstrom für strukturierte Finanzprodukte. Investiert wird in konkrete Infrastrukturprojekte; die laufenden Einnahmen — Skipässe, Gastronomie, Mietangebote und Serviceleistungen vor Ort — sollen zur Bedienung der Zinsen herangezogen werden. Entscheidend für Anleger ist die rechtliche Ausgestaltung: Handelt es sich um Darlehen, festverzinsliche Papiere oder echte Beteiligungen? Diese Unterscheidung beeinflusst Liquidität, Haftungsregeln und die steuerliche Behandlung.0
