MyPeak Finance tritt als neue P2P‑/P2B‑Plattform auf, die Kapital gezielt in Projekte rund um Wintertourismus, Mobilität und Infrastruktur lenkt. Welche Chancen und Risiken stecken hinter dem Angebot mit Zinssätzen von rund 14–16 % p.a.? Dieser Bericht dokumentiert eine erste persönliche Prüfung der Plattform, beschreibt Funktionsweise, Praxisablauf und Einordnung für ein diversifiziertes Portfolio.
Die Beweise: Was die Plattform tatsächlich finanziert
MyPeak vermittelt Kapital an gewerbliche Projekte der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Konkret finanzierte Verwendungszwecke sind etwa der Erwerb von Fahrzeugen für Gastausflüge, betriebliche Ausstattung und infrastrukturelle Maßnahmen. Es handelt sich um eine P2B‑Struktur: Gelder fließen an Unternehmen, nicht an Privatpersonen. Das bedeutet greifbare Assets, aber auch eine ausgeprägte Abhängigkeit von der Branchenkonjunktur.
Die Projektbeschreibungen auf dem Dashboard enthalten Angaben zu Laufzeit, Sicherheiten und erwarteten Cashflows. Diese Dokumente sind zentrale Prüfobjekte für die Beurteilung des Risikoprofils.
Der Zeitverlauf: Registrierung, Testinvestition und Zahlungsrhythmus
Die Kontoeröffnung verlief zügig: E‑Mail bestätigen, Ausweis hochladen, KYC abschließen. Technisch wirkt die Webseite stabil; das Dashboard ist übersichtlich. Zur Verifikation habe ich mit 1.000 € getestet.
MyPeak nennt Zinssätze von etwa 14–16 % p.a.. Die Zinsberechnung erfolgt täglich, die Auszahlung monatlich. Diese Struktur erzeugt regelmäßigen Cashflow, der Reinvestitionen erleichtert. Mindestbeteiligung pro Projekt: 500 €. Übliche Laufzeiten: rund 12 Monate. Einen Zweitmarkt gibt es derzeit nicht.
Die Hauptakteure: Wer profitiert — und wer trägt das Risiko
Hauptprofiteure sind kleine bis mittlere Tourismusanbieter, die kurzfristig Kapital für Investitionen benötigen. Anleger erhalten attraktive Nominalrenditen, tragen jedoch das operative und branchenbezogene Ausfallrisiko. Es existieren keine staatliche Einlagensicherung und keine klassische Rückkaufgarantie.
Für Privatanleger bedeutet das: Kapital kann während der Laufzeit gebunden sein und im Ausfallfall teilweise verloren gehen. Daher empfiehlt sich ein begrenzter Einstieg und sorgfältige Projektprüfung.
Die Auswirkungen auf Anlegerportfolios
MyPeak kann als ergänzende Komponente in einem diversifizierten Portfolio dienen. Die Plattform bietet alternative Ertragsquellen neben Aktien und ETFs und erzeugt regelmäßigen Cashflow. Gleichzeitig verstärken Branchenabhängigkeit, fehlende Liquidität und fehlende staatliche Absicherung das Risikoprofil.
Empfehlung aus Sicht der Praxiserfahrung: mit kleinen Beträgen starten, die pünktliche Zinszahlung über mehrere Monate beobachten und erst bei nachweisbarer Transparenz und positiver Historie sukzessive erhöhen. Transparenz der Projektdokumentation ist ein zentrales Kriterium für jede Kapitalaufstockung.
Nächste Schritte der Recherche
Weitere Prüfungen sollten umfassen: unabhängige Bonitätsunterlagen der Projektträger, Prüfdokumente zu hinterlegten Sicherheiten und eine längerfristige Beobachtung der Zahlungsströme. Zudem ist zu klären, ob MyPeak mittelfristig einen Zweitmarkt oder Rückkaufmechanismen plant.
MyPeak vermittelt Kapital an gewerbliche Projekte der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Konkret finanzierte Verwendungszwecke sind etwa der Erwerb von Fahrzeugen für Gastausflüge, betriebliche Ausstattung und infrastrukturelle Maßnahmen. Es handelt sich um eine P2B‑Struktur: Gelder fließen an Unternehmen, nicht an Privatpersonen. Das bedeutet greifbare Assets, aber auch eine ausgeprägte Abhängigkeit von der Branchenkonjunktur.0
