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18 Juli 2026

Krypto-Regulierung in den USA: Aktuelle Entwicklungen zum Clarity Act

Die Erwartungen für die Verabschiedung des Clarity Act sind gesunken. Polymarket-Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit auf nur noch 32 %.

Krypto-Regulierung in den USA: Aktuelle Entwicklungen zum Clarity Act

Die Aussichten für die Verabschiedung des Clarity Act in den USA haben einen deutlichen Dämpfer erhalten. Auf der Plattform Polymarket sind die Erfolgsaussichten für das Jahr 2026 auf einen Rekordtiefstand von 32 % gesunken. Dieser Rückgang spiegelt die wachsende Skepsis wider, ob der Kongress die notwendige parteiübergreifende Unterstützung für das Gesetz finden wird.

Der Clarity Act soll einen bundesweiten Rahmen für digitale Vermögensmärkte schaffen und die Zuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) klarer abgrenzen. Doch die Verhandlungen im Senat stocken, insbesondere bei den ethischen Bestimmungen.

Polymarket zeigt sinkende Erwartungen

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act noch vor dem 31. Dezember 2026 verabschiedet wird, ist auf 32 % gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit der Einführung des Marktes im Januar. Die Händler auf Polymarket reagieren damit auf die anhaltenden Verzögerungen im Senat und die fehlende parteiübergreifende Einigung.

Die Verhandlungen im Senat konzentrieren sich derzeit auf die Gewinnung der Unterstützung der Demokraten. Eine parteiübergreifende Ethikbestimmung bleibt das größte Hindernis. Senator Ruben Gallego (D-Ariz.) hat wiederholt betont, dass er das Gesetz ohne eine solche Bestimmung nicht unterstützen wird. Andere Demokraten teilen diese Bedenken und machen sich Sorgen über mögliche Interessenkonflikte bei öffentlichen Amtsträgern und digitalen Vermögenswerten.

Branchenvertreter drängen auf Klärung

Vertreter der Krypto-Branche haben den Kongress wiederholt aufgefordert, den Clarity Act zu verabschieden. Sie argumentieren, dass klare Zuständigkeiten der SEC und CFTC die regulatorische Unsicherheit verringern und Krypto-Aktivitäten ins Inland bringen würden.

Sarah Aberg Geschäftsführerin von Nova Labs betonte während einer Anhörung im Repräsentantenhaus, dass regulatorische Unsicherheiten die Investitionen verzögern. Sie argumentierte, dass Klarheit kein Aufruf zur Deregulierung sei, sondern zur richtigen Regulierung durch die richtige Aufsichtsbehörde.

Randy Abernethy von Bullish erklärte, dass Unternehmen ein Regelwerk benötigen, das die Märkte für digitale Vermögenswerte unter die Aufsicht der USA stellt, anstatt Firmen ins Ausland zu treiben. Ryan Louvar von WisdomTree und Jason Sommensatto vom Coin Center unterstützten diese Argumente und betonten die Notwendigkeit dauerhafter Regeln, die Regierungswechsel überdauern.

Auswirkungen auf den Kryptomarkt

Die sinkenden Erfolgsaussichten für den Clarity Act könnten weitreichende Folgen für den Kryptomarkt haben. Die USA bleiben einer der wichtigsten Hubs für die digitale Finanzwelt, und jede Entwicklung auf legislativer Ebene wird von Investoren weltweit genau beobachtet.

Im kurzfristigen Bereich könnte der Markt weiterhin in einem Umfeld von Unsicherheit agieren, in dem die Interpretation bestehender Normen durch die Behörden eine entscheidende Rolle spielt. Auf mittlere Sicht hängt viel davon ab, ob der Senat die Verhandlungen erfolgreich abschließen und einen Kompromiss bei den ethischen Bestimmungen finden kann.

Bis dahin wird der Sektor mit einer Kombination aus schneller Innovation und einem sich entwickelnden regulatorischen Rahmen konfrontiert sein. Diese Dynamik kann sowohl Chancen als auch Volatilität mit sich bringen. Die Branche bleibt gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob der Clarity Act doch noch eine Chance auf Verabschiedung hat.

Autor

Markus Weber