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13 August 2026

KI-Akzeptanz in Deutschland: Warum Finanzen eine Ausnahme bleiben

Deutsche zeigen sich grundsätzlich offen für Künstliche Intelligenz, doch beim Thema Finanzen herrscht Skepsis. Eine neue Studie von Forsa für Visa offenbart interessante Einblicke in die Einstellungen der Bevölkerung.

KI-Akzeptanz in Deutschland: Warum Finanzen eine Ausnahme bleiben

Künstliche Intelligenz (KI) hat in den letzten Jahren einen festen Platz in unserem Alltag erobert. Doch wie stehen die Deutschen eigentlich zu dieser Technologie? Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Kreditkartenanbieters Visa gibt Aufschluss. Die Ergebnisse zeigen ein geteiltes Bild: Während viele Aufgaben gerne an KI-Agenten übertragen würden, gibt es beim Thema Finanzen erhebliche Vorbehalte.

Die Umfrage, die zwischen dem 23. Juni und 3. Juli 2026 durchgeführt wurde, befragte 1.010 Erwachsene in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten sich vorstellen können, Aufgaben an einen KI-Agenten zu übertragen. Doch bei genauerer Betrachtung der konkreten Anwendungsfälle wird deutlich, dass die Skepsis in bestimmten Bereichen groß ist.

Finanzen und Versicherungen: KI bleibt ungeliebt

Besonders auffällig ist die Ablehnung von KI-gestützten Lösungen im Finanzsektor. So würden sich 68 Prozent der Befragten ihre Versicherungen und Finanzprodukte eher nicht oder auf keinen Fall von KI verwalten lassen. Noch deutlicher wird die Skepsis bei der Geldanlage: 86 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sehen die Nutzung von KI, beispielsweise durch Robo-Advisors kritisch.

Die Gründe für diese Zurückhaltung sind vielfältig. Ein zentrales Anliegen ist die Transparenz und Kontrolle über die eigenen Daten. Bei einem KI-gestützten Einkauf legen die Befragten großen Wert darauf, dass KI-Agenten keinen unkontrollierten Zugriff auf Zahlungsdaten erhalten (61 Prozent). Zudem legt gut die Hälfte (52 Prozent) Wert darauf, dass persönliche Daten nicht gesammelt oder weitergegeben werden.

Digitales Bezahlen: Vertrauen wächst

Zugleich zeigt die Umfrage, dass das Vertrauen in digitale Bezahlmethoden in den letzten Jahren gestiegen ist. Inzwischen halten 55 Prozent der Menschen in Deutschland das Bezahlen per Smartphone an der Ladenkasse für sicher. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als vor zwei Jahren. Unter denjenigen, die mobil bezahlen, machen sich 83 Prozent nach eigenen Angaben kaum noch Gedanken über die Sicherheit des Bezahlvorgangs. Zudem sagen 59 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer mobiler Zahlungen, sie seien früher skeptischer gewesen als heute.

Um sich gegen möglichen Betrug zu schützen, kontrollieren fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten regelmäßig ihre Kontobewegungen. Ebenso viele nutzen Zwei-Faktor-Authentifizierung. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) setzt zudem biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ein, um den Zugriff auf sensible Zahlungsdaten zu schützen.

Sicherheitsmaßnahmen im Fokus

Die Umfrage macht deutlich, dass Sicherheitsmaßnahmen eine entscheidende Rolle spielen. Die Nutzung von biometrischen Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung hat sich als effektive Methode erwiesen, um den Zugriff auf sensible Zahlungsdaten zu schützen. Diese Verfahren bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene, die viele Verbraucher schätzen.

Die Studie zeigt, dass Transparenz, Kontrolle und Sicherheitsmaßnahmen entscheidende Faktoren für die Akzeptanz von KI-Technologien sind.

Autor

Jonas Becker