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Aktuelle P2P-Entwicklungen: Mintos‑Sparpläne, Esketit‑Rückkauf und neue Auto‑Invest‑Tools

Die Welt der P2P-Investments bleibt in Bewegung: Plattformen überarbeiten ihre Automatisierung, einige Anbieter führen Rückkaufprogramme durch und neue Tools versprechen mehr Kontrolle. In diesem Beitrag fasse ich die jüngsten Entwicklungen auf mehreren europäischen Plattformen zusammen und erkläre, welche Veränderungen Anleger praktisch betreffen.

Beachte bitte, dass jede Anlage in P2P-Kredite ein Risiko bis zum Totalverlust birgt und dass ich keine individuelle Anlageberatung gebe.

Die folgenden Abschnitte behandeln zuerst die Änderungen bei Mintos, dann den Rückkauf des Esketit-Irland-Portfolios und anschließend Neuerungen bei Indemo, Triple Dragon Funding sowie das Ergebnis des Las-Vegas-Portfolio-Votings. Zu jedem Thema nenne ich die wichtigsten Zahlen, Funktionsänderungen und praktische Auswirkungen für Anleger.

Mintos: Sparpläne kommen, die Funktion „Verfügbar halten“ geht

Mintos hat seine automatisierten Portfolios um einen neuen Sparplan erweitert. Anleger können künftig regelmäßige Einzahlungen in ausgewählte Strategien einrichten — wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise — und so kontinuierlich Kapital aufbauen. Unterstützt werden dabei unter anderem Core Loans, Custom Loans, High‑Yield Bonds und ETF-Portfolios, was für mehr Flexibilität bei der Mittelverteilung sorgen soll.

Zeitgleich entfernte Mintos die bisher verfügbare Option „Verfügbar halten“. Das bedeutet: Rückflüsse landen künftig im allgemeinen Konto und werden nicht mehr automatisch einem automatisierten Portfolio zugeführt. Anleger müssen jetzt aktiv ein Portfolio wählen und die Funktion „Aufstocken“ nutzen, damit Geld in die gewünschte Strategie fließt. Für viele Nutzer erhöht das die Zahl der manuellen Schritte und verändert die bisherige Komfortfunktion.

Esketit reduziert das Irland-Portfolio: Zahlen und Ausblick

Esketit hat den angekündigten Rückkauf aus dem problematischen Irland-Portfolio durchgeführt und bis Ende Februar 2026 rund 30 Prozent der offenen Forderungen zurückgekauft. Insgesamt wurden 12.894.326 Euro an Anleger ausgezahlt; davon profitierten 8.102 aktive Konten. Diese Mittel sind den Konten gutgeschrieben und stehen wieder zur Verfügung.

Der Abbau läuft weiter: Bis Ende 2026 plant Esketit zusätzliche Rückkäufe in Höhe von 21,7 Millionen Euro, womit insgesamt rund 34,6 Millionen Euro an Investoren zurückgeführt würden — etwa 80 Prozent des ursprünglichen Irland-Portfolios. Parallel wurden Zahlen zu zwei Kreditgebern veröffentlicht: Spanda Capital zahlte 2026 über 1,5 Millionen Euro Zinsen und rund 4 Millionen Euro Kapital zurück; Mojo Holding meldete ein Kreditvolumen von 15,8 Millionen Euro und ein EBITDA von 1,22 Millionen Euro.

Neue Auto‑Invest‑Features bei Indemo und Wachstum bei Triple Dragon Funding

Indemo startet den Auto Invest 2.0 als Reaktion auf die Umstellung auf das Modell 1 Note 1 Debt. Die neue Version erlaubt deutlich präzisere Steuerung: Gesamtlimits für Strategien, ein maximales Investment pro Asset und Filter nach juristischen Phasen wie Vorverhandlung, laufende Gerichtsverfahren oder Auktionsphasen. Ebenso sind geografische Filter nach Regionen und Auswahlen nach Immobilientyp möglich, damit Anleger besser streuen können.

Der Auto Invest 2.0 zeigt außerdem historische Trefferzahlen für die letzten sechs Monate und erlaubt es, aktive Strategien zu pausieren oder zu bearbeiten. Aktuell ist pro Account nur eine aktive Strategie möglich, eine spätere Erweiterung auf mehrere parallele Strategien ist angekündigt. Indemo bietet zudem einen Zugangsbewerb mit Cashback (aktuell +0,5% und zeitlich begrenzte Angebote bis zum 31.03.2026).

Triple Dragon Funding: thematische Differenzierung

Triple Dragon Funding meldet ein schnelles Wachstum: in wenigen Monaten wurden rund 7,6 Millionen Euro finanziert — schneller als vergleichbare White‑Label‑Plattformen wie Asterra Estate. Triple Dragon konzentriert sich auf Unternehmenskredite im Gaming‑Sektor und bietet laut Statistik eine Rendite von rund 16,93%. Das ungewöhnliche Fokussegment und Kreditnehmer außerhalb der baltischen Region scheinen Anlegern aktuell attraktiv zu sein.

Las‑Vegas‑Portfolio: Wahl getroffen

Die Abstimmung über die nächste Plattform im Las-Vegas-Portfolio ist entschieden: Mit rund 31 Prozent der Stimmen gewann die estnische Plattform Lendiball, vor Savy und Revest. Lendiball finanziert Konsumenten‑ und Geschäftskredite vor allem aus Rumänien und Moldau mit Renditen von etwa 14–16 Prozent. Im Rahmen des Portfolios werde ich dort in den kommenden Wochen 750 Euro investieren. Gleichzeitig habe ich 10.000 Euro bei Revest angelegt, um eine Cashback‑Aktion zu nutzen; wenn die Rechnung stimmt, könnten Zinsen plus Cashback rund 600 Euro einbringen.

Fazit und praktische Hinweise

Zusammengefasst bedeuten die jüngsten Änderungen: mehr Optionen, aber auch mehr Eigenverantwortung. Die neuen Mintos‑Sparpläne sind praktisch für regelmäßiges Sparen, doch die Abschaffung von „Verfügbar halten“ erfordert aktive Mittelzuweisung. Esketit zeigt mit den Rückkäufen, wie Plattformen problematische Portfolios abwickeln können. Indemo liefert leistungsfähigere Filter für Investoren, während Triple Dragon Funding ein wachsendes, thematisch spezialisiertes Angebot darstellt. Nutze die neuen Tools bewusst, achte auf Cashback-Fristen und die Risiken jeder Anlageentscheidung.

Haftungsausschluss: Dies ist keine Anlageberatung. Ich berichte über persönliche Erfahrungen; Links zu Plattformen können Affiliate‑Links sein. Investitionen in P2P sind risikobehaftet und vergangene Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

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